Penis gezeigt: Sohn der Tageseltern missbraucht 3-Jährige
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Penis gezeigtSohn der Tageseltern missbraucht 3-Jährige

A. S.* (24) nahm zwischen 2013 und 2017 mehrfach sexuelle Handlungen mit einem Kind vor. Nun wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt.

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daw/qll
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Zwischen 2013 und 2017 hat A. S. (24) mit M. mehrfach eine sexuelle Handlung vorgenommen.

Zwischen 2013 und 2017 hat A. S. (24) mit M. mehrfach eine sexuelle Handlung vorgenommen.

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Das geht aus einem Strafbefehl hervor, den die Badener Staatsanwaltschaft kürzlich erlassen hat.

Das geht aus einem Strafbefehl hervor, den die Badener Staatsanwaltschaft kürzlich erlassen hat.

qll / 20min
Laut dem zuständigen Staatsanwalt handelte S. wissentlich und willentlich. Der Beschuldigte wurde im September zu einer bedingten Geldstrafe von 19'690 Franken verurteilt. Er muss eine Busse von 1000 Franken bezahlen und Verfahrenskosten von 3750 Franken tragen. Die Kosten für die Verteidigung muss er bezahlen, sobald er genügend Geld hat. Zudem muss er sich einer ambulanten Behandlung unterziehen. Der Strafbefehl ist rechtskräftig.

Laut dem zuständigen Staatsanwalt handelte S. wissentlich und willentlich. Der Beschuldigte wurde im September zu einer bedingten Geldstrafe von 19'690 Franken verurteilt. Er muss eine Busse von 1000 Franken bezahlen und Verfahrenskosten von 3750 Franken tragen. Die Kosten für die Verteidigung muss er bezahlen, sobald er genügend Geld hat. Zudem muss er sich einer ambulanten Behandlung unterziehen. Der Strafbefehl ist rechtskräftig.

qll / 20min

Die sexuellen Übergriffe begannen, als M. M.* gerade einmal 3-jährig war: Während ihre Mutter zur Arbeit ging, wurde das kleine Mädchen von einer Tagesfamilie im Kanton Aargau betreut. In deren Haus wohnte neben den Kindern auch A. S.*, der heute 24-jährige Sohn der Tagesfamilie. Zwischen 2013 und 2017 hat er mit M. mehrfach eine sexuelle Handlung vorgenommen. Das geht aus einem Strafbefehl hervor, den die Badener Staatsanwaltschaft kürzlich erlassen hat.

Darin heisst es, S. habe dem Mädchen mehrfach seinen Penis gezeigt, den das Mädchen «Spielzeug» nannte. Das Mädchen habe den Penis jeweils berührt, mehrere Vorfälle hätten sich ereignet, als M. in der Stube auf dem Sofa Mittagsruhe gehalten habe. Beim letzten Vorfall – der Beschuldigte sass im Esszimmer an einem Tisch – zeigte er M. nach deren Aufforderung seinen Penis. «Da sie zu diesem Zeitpunkt aber schon älter war und wusste, dass der Penis des Beschuldigten nicht einfach ein ‹Spielzeug›, sondern echt war, sagte sie ihm, sie wolle ihn nicht anfassen.» Der Mann habe nach der Hand des Mädchens gegriffen, es habe diese aber weggezogen.

Busse und bedingte Geldstrafe

Laut Recherchen von 20 Minuten hat das Mädchen seiner Mutter von den Übergriffen erzählt, nachdem es sich in der Gegenwart von Männern seltsam verhalten hatte. Im März letzten Jahres wurde A. S. vorläufig festgenommen und verbrachte einen Tag in Untersuchungshaft. Die Polizei fand in seinem Zimmer auch einen Schlagring und eine schwarze Soft-Air-Pistole, die auch mit einer echten Pistole verwechselt werden kann. Zumindest hielt er es für möglich und nahm in Kauf, dass es sich dabei um verbotene Waffen handelte und er sie nicht besitzen durfte, wie es im Strafbefehl heisst. A. S. verstiess auch gegen das Waffengesetz.

Laut dem zuständigen Staatsanwalt handelte S. wissentlich und willentlich, als er M. missbrauchte. Auch hat er ohne Berechtigung Waffen besessen. Der Beschuldigte wurde im September zu einer bedingten Geldstrafe von 19'690 Franken verurteilt.Weiter muss er eine Busse von 1000 Franken bezahlen und die Verfahrenskosten tragen, die 3750 Franken betragen. Die Kosten für die Verteidigung muss er bezahlen, sobald er genügend Geld hat. Zudem muss er sich einer ambulanten Behandlung unterziehen. Der Strafbefehl ist rechtskräftig.

Betreut die Tagesfamilie weiterhin Kinder?

Das Verfahren dauerte über eineinhalb Jahre. Möglicherweise haben während dieser Zeit weiterhin Kinder die Familie besucht. Der Anwalt der Familie wollte auf Anfrage von 20 Minuten nicht Stellung nehmen.

Laut dem Verein «Die Tagesfamilie», der die Tageseltern angestellt hat, sind die Eltern nach dem Vorfall lediglich «unverzüglich über die Anschuldigungen informiert worden», schreibt die Leiterin der Geschäftsstelle Claudia Maurer 20 Minuten. Sobald der Strafbefehl vorliege, werde man entsprechend handeln können. Die Frage, ob man daraus schliessen könne, dass die Familie weiterhin Tageskinder des Vereins betreue, liess sie unbeantwortet.

* Namen geändert

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