Bezirksgericht Horgen: Sohn von Ex-Politiker veruntreut Geld

Aktualisiert

Bezirksgericht HorgenSohn von Ex-Politiker veruntreut Geld

Das Bezirksgericht Horgen hat diese Woche den Sohn eines Ex-Zürcher Regierungsrats wegen Veruntreuung verurteilt. Er hatte Mietzinseinnahmen eingestrichen, die ihm nicht zustanden.

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kv
Das Bezirksgericht Horgen verurteilt den Sohn eines früheren Zürcher Regierungsrates zu einer bedingten Geldstrafe.

Das Bezirksgericht Horgen verurteilt den Sohn eines früheren Zürcher Regierungsrates zu einer bedingten Geldstrafe.

Der Immobilienfachmann hatte zwischen August 2009 und März 2010 die monatlichen Mietzinseinnahmen zugunsten einer betagten und an Demenz erkrankten Vermieterin nicht an die Vormundschaftsbehörde Horgen weitergeleitet, sondern für sich behalten.

Die insgesamt 17'200 Franken verwendete der nicht geständige Betriebsökonom laut Anklage für persönliche Rechnungen und Auslagen. Er wurde deshalb zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 30 Franken verurteilt.

Unterhaltspflichten vernachlässigt

Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis lastete dem Beschuldigten zusätzlich Vernachlässigung von Unterhaltspflichten an und verlangte neben einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 30 Franken eine Busse von 900 Franken.

Beim zweiten Vorwurf unterlag die Anklagebehörde, da das Gericht in diesem Punkt zu einem Freispruch kam. Hingegen sah es die Veruntreuung als erwiesen an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (kv/sda)

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