Aktualisiert

Raumfahrt«Sojus»-Kapsel verspätet gelandet

Eine russische Raumkapsel mit drei Astronauten ist am Samstagmorgen sicher in der Steppe Kasachstan gelandet.

Sojus-Kapsel im Nowhere gelandet.

Sojus-Kapsel im Nowhere gelandet.

Die Sojus-Rakete mit zwei russischen Kosmonauten und einer US-Astronautin an Bord ist am Samstagmorgen planmässig in der kasachischen Steppe gelandet. Tracy Caldwell Dyson und ihre beiden russischen Kollegen Alexander Skworzow und Michail Kornjenko seien sicher wieder auf die Erde zurückgekehrt, teilte das russische Kontrollzentrum in Moskau mit. Die Raumkapsel landete nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde um 07.23 Uhr (MESZ). Bei der Landung habe es «keine Zwischenfälle» gegeben und die Crew sei wohlauf, sagte ein Sprecher des Kontrollzentrums.

Die Rakete hatte die Internationale Raumstation (ISS) wegen technischer Probleme einen Tag später als geplant verlassen. Laut der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS war es das erste Mal seit zehn Jahren, dass eine Sojus-Rakete nicht von der ISS abdocken konnte. Die Kapsel hatte Dyson, Skworzow und Kornjenko Anfang April zur ISS gebracht.

Die drei Raumfahrer waren seit Anfang April auf der ISS in 350 Kilometern Höhe im Einsatz und dort für zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten verantwortlich. Caldwell Dyson hatte zudem bei einem schwierigen Ausseneinsatz gemeinsam mit ihrem NASA-Kollegen Doug Wheelock das ISS-Kühlsystem repariert.

Nach dem Abflug der drei Heimkehrer sind ISS-Kommandant Wheelock, die US-Astronautin Shannon Walker und der russische Kosmonaut Fjodor Jurtschichin für einige Wochen alleine auf der Raumstation. Am 10. Oktober soll dann eine Sojus-Kapsel die Russen Oleg Skripotschka und Alexander Kaleri sowie den Amerikaner Scott Kelly vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus zur ISS transportieren.

(sda)

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