SP/Juso-Idee: Solaranlage auf Luzerner Kapellbrücke
Aktualisiert

SP/Juso-IdeeSolaranlage auf Luzerner Kapellbrücke

Bauvorschriften für Solaranlagen sollen gelockert werden. Dies fordert die Stadtluzerner SP/Juso-Fraktion – und provoziert mit einem brisanten Vorschlag.

von
Markus Fehlmann
Gemäss Juso-Idee könnte die Kapellbrücke künftig so aussehen. Montage: keystone/colourbox

Gemäss Juso-Idee könnte die Kapellbrücke künftig so aussehen. Montage: keystone/colourbox

«Immer mehr Liegenschaftseigentümer sind bereit, ihre Dächer mit Solaranlagen auszustatten. Oft stossen sie aber auf grosse bürokratische Hindernisse», sagt SP/Juso-Grossstadtrat David Roth. Im Hinblick auf den beschlossenen Atomausstieg des Bundes und der Stadt (20 Minuten berichtete) müssten deshalb dringend die Bauvorschriften für Solar- und Fotovoltaik-Anlagen gelockert und das Bewilligungsverfahren vereinfacht werden. Dies fordert die SP/Juso-Fraktion in einem gestern veröffentlichten Vorstoss. Im Fokus steht dabei der Ortsbildschutz, der einen grossen Teil der Stadt umfasst. «Der Ortsbildschutz soll ganz klar zweite Priorität haben, sofern weder historische noch wertvolle Bausubstanz unwiederbringlich zerstört wird», so Roth. Und er schiebt nach: «Warum nicht Solaranlagen auf die Kapellbrücke montieren – als Zeichen für den energetischen Aufbruch der Stadt Luzern?»

Bei der städtischen Denkmalpflege wollte gestern mit Verweis auf den hängigen Vorstoss niemand Stellung nehmen. Aufgrund des Bundesgesetzes über die Raumplanung dürfte die Idee mit der Kapellbrücke aber keine Chance haben. Dieses verbietet nämlich Solaranlagen, die Kulturdenkmäler von nationalem Interesse beeinträchtigen.

«Der Ortsbildschutz soll ganz klar zweite Priorität haben.»

David Roth, Grossstadtrat SP/Juso

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