Strom aus dem T-Shirt: Solarzellen sind neu wasch- und dehnbar

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Strom aus dem T-ShirtSolarzellen sind neu wasch- und dehnbar

Fitness-Tracker sind praktisch, müssen aber regelmässig an die Ladestation. Künftig sollen in Kleidern eingearbeitete Solarzellen für die Stromzufuhr sorgen.

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Die Prototypen überstehen locker 20 Waschgänge. (Video: Nature Energy, Takao Someya)

Sensoren sind heutzutage so klein, dass man sie problemlos in Armbänder, Textilien und sogar Pflaster integrieren kann.

Doch es gibt einen grossen Haken: Sie benötigen Strom. Dieser soll in Zukunft nicht wie bisher aus Akkus, sondern aus Solarzellen kommen, die in der Kleidung sitzen und sogar mitgewaschen werden können.

Konkret hat das Team um Takao Someya vom japanischen Riken-Forschungszentrum organische Solarzellen entwickelt, «die eine hohe Effizienz und Dehnbarkeit aufweisen» – etwas, das bislang nicht mit Waschbarkeit vereinbar war.

Doppelt hält besser – auch bei Kunststoff

Die von Someya und seinen Kollegen geschaffenen Solarzellen bestehen aus einer einen Mikrometer dünnen fotovoltaisch aktiven Schicht, die zwischen zwei Schichten aus wasserabweisenden Polymeren eingebettet wird.

So können sie sich an wirklich jede Bewegung anpassen, heisst es im Fachjournal «Nature Energy». Auch Tauchbäder von zwei Stunden überstünden sie problemlos.

Damit die Solarzellen noch robuster werden, überzogen die Forscher sie zusätzlich mit einem weiteren 500 Mikrometer dicken Kunststoff. Das führte dazu, dass die Zellen auch nach 20 Waschgängen noch rund 80 Prozent ihrer anfänglichen Effizienz hatten.

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