Roger Federer: «Solche Matches brauche ich momentan»

Aktualisiert

Roger Federer«Solche Matches brauche ich momentan»

Roger Federer kommt im Achtelfinal von Cincinnati gegen Tommy Haas mit einem blauen Auge davon. Fürs Viertelfinal-Duell mit Rafael Nadal nimmt der Baselbieter nur das Positive mit.

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als/pre

Roger Federer sparte sich sein bestes Tennis im Achtelfinal von Cincinnati gegen Tommy Haas bis zum Schluss auf. Während eineinhalb Sätzen glich die Darbietung des Titelverteidigers einer «Horror-Show», wie der Kommenator von «Tennis-TV» sagte. Man musste damit rechnen, dass Federer nach Wimbledon, Hamburg und Gstaad erneut früh die Segel streichen muss.

1:6, 1:3 lag der 32-jährige Schweizer zurück, ehe er eine imposante Aufholjagd hinlegte und schliesslich noch 1:6, 7:5, 6:3 gewann. «Das war nicht sehr lustig für mich und wenn ich jetzt zurückschaue, kann ich kaum glauben, dass ich die Partie noch drehen konnte», sagte ein überglücklicher Federer nach der Partie. «Aber das sind genau die Matches, die ich jetzt brauche. Das bringt Selbstvertrauen.»

Trotz dem schwachen Start zieht Federer eine positive Bilanz. «Am Ende war es eine gute Vorstellung, ein guter Kampf und eine starke mentale Leistung. Ich bin wieder gesund», so der 17-fache Grand-Slam-Sieger. «Über die negativen Dinge wurde zuletzt genug gesagt und geschrieben.»

Keine Geheimnisse

Die Aufgaben für Federer werden in den nächsten Tagen nicht kleiner. Im Viertelfinal wartet kein geringerer als Rafel Nadal, dann könnte er der Reihe nach auf Andy Murray und Novak Djokovic treffen. Der Baselbieter schaut aber nur aufs nächste Spiel: «Ich weiss, was mich gegen Rafa erwartet. Wir haben schon so oft gegeneinander gespielt. Er ist in super Form und voller Selbstvertrauen. Das wird ein schwieriges Spiel für mich. Aber im Moment bin ich einfach froh, dass ich zum Spielen komme.»

Nadal hat sich nach seinem frühen Aus in Wimbledon in den letzten zwei Wochen eindrücklich zurückgemeldet. Der Spanier gewann das Masters-1000-Turnier von Montreal und ist in dieser Saison auf Hartplatz noch ungeschlagen. Im Achtelfinal gegen «Baby-Federer» Grigor Dimitrov musste die Weltnummer 3 aber hart kämpfen und beim 6:2, 5:7 und 6:2 einen Satz abgeben. Im Head-to-Head führt Nadal gegen Federer 20:10. Auf Hartplatz lautet die Bilanz 6:6.

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