Ungewollte Schussabgabe: Soldat erschiesst beinahe zwei Kameraden
Aktualisiert

Ungewollte SchussabgabeSoldat erschiesst beinahe zwei Kameraden

Nur knapp verfehlte der Schuss eines Soldaten laut einem Leser-Reporter zwei Kameraden. Sie hätten einen Schock erlitten.

von
B. Zanni
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«Der Schuss verfehlte zwei Kameraden, die zu ihrer Ruhezeit gerade auf den Matratzen lagen, nur um 20 Zentimeter», führt der Leser-Reporter aus.

«Der Schuss verfehlte zwei Kameraden, die zu ihrer Ruhezeit gerade auf den Matratzen lagen, nur um 20 Zentimeter», führt der Leser-Reporter aus.

Leser-Reporter/Privat
Glücklicherweise habe der Schuss nur die leere Matratze zwischen den beiden Kameraden durchschlagen ...

Glücklicherweise habe der Schuss nur die leere Matratze zwischen den beiden Kameraden durchschlagen ...

Leser-Reporter/Privat
... und sei danach in die Wand eingedrungen.

... und sei danach in die Wand eingedrungen.

Leser-Reporter/Privat

Zwei junge Männer erlebten in der Richtstrahl-Rekrutenschule in Neunkirch SH den Schock ihres Lebens. «Wir können nur von absolutem Glück reden, dass nichts passiert ist», berichtet ein gut informierter Leser-Reporter. Kürzlich sei einem Soldaten, der in einem Wachtlokal an seiner Waffe hantiert habe, ein Schuss abgegangen. «Der Schuss verfehlte zwei Kameraden, die zu ihrer Ruhezeit gerade auf den Matratzen lagen, nur um 20 Zentimeter», führt der Leser-Reporter aus.

Glücklicherweise habe der Schuss nur die leere Matratze zwischen den beiden Kameraden durchschlagen und sei danach in die Wand eingedrungen. Die beiden Kameraden hätten einen Schock erlitten. «Erst als sie die Einschusslöcher sahen, begriffen sie, wie viel Glück sie hatten.» Dem Schützen hätten die beiden Kameraden vergeben, so der Leser-Reporter. «Er war selbst geschockt, weil er nicht checkte, was passiert war. Er sagte, dass er das nicht gewollt habe.»

«Vier Armeeangehörige wurden ins Spital überführt»

Die Armee bestätigt den Vorfall. Am 11. Mai 2018 sei bei der Richtstrahl-RS in Neunkirch SH eine ungewollte Schussabgabe erfolgt, sagt Armeesprecher Stefan Hofer. Die Militärpolizei, eine Patrouille der Zivilpolizei und der Rettungsdienst seien zum Ort des Vorfalls ausgerückt. «Vier Armeeangehörige wurden mit Verdacht auf Knalltrauma ins Spital Schaffhausen überführt.» Laut Hofer konnten diese nach der medizinischen Untersuchung wieder zur Truppe entlassen werden. «Die psychologische Betreuung wurde durch den Spitalseelsorger sichergestellt.»

Eine Untersuchung durch die Militärjustiz sei eingeleitet worden. Der Soldat, dem der Schuss abgegangen sei, habe die Rekrutenschule normal beenden können. «Dem Schulkommandanten lagen keine Hinweise auf absichtliches Fehlverhalten vor.» Laut Tobias Kühne, Sprecher der Militärjustiz, sind die genauen Umstände des Vorfalls Gegenstand der noch laufenden Untersuchung.

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