Aktualisiert

Soldaten dürfen Dienstwaffe weiterhin zu Hause aufbewahren

Die Schweizer Soldaten dürfen ihre Sturmgewehre und Pistolen auch künftig während und nach der Dienstzeit zu Hause aufbewahren.

Der Bundesrat hat es trotz der Familientragödie um Ex-Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellet abgelehnt, die private Aufbewahrung zu verbieten. Für die Milizarmee sei es weiterhin wichtig, dass die Armeeangehörigen ihre persönliche Waffe im Haus hätten, argumentiert die Regierung in ihrer Antwort auf eine Motion des Grünen Nationalrats Jo Lang (ZG). Ansonsten wäre zum Beispiel die obligatorische Dienstpflicht nicht mehr durchführbar.

Lang hatte seinen Vorstoss im Mai dieses Jahres eingereicht, nachdem Rey-Bellets Ehemann zuerst seine Frau und später auch sich selbst erschossen hatte. Er begründete ihn unter anderem mit dem hohen Missbrauchspotenzial, welches der Besitz der Dienstwaffe mit sich bringe. Der Bundesrat erachtet jedoch die bestehenden präventiven Regeln als genügend. Demnach kann einem Soldaten die Waffe entzogen werden, wenn konkrete Anzeichen dafür bestehen, dass er sich selbst oder Dritte mit der Waffe gefährden könnte. (dapd)

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