06.08.2018 19:26

Zermatt

Soldaten ohne Atemschutz Asbest ausgesetzt?

Ein Soldat prangert an, er und seine Kameraden seien ohne Schutzmasken asbesthaltigem Schutt ausgesetzt gewesen. Die Armee widerspricht.

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Vom Skilift sind nur noch Trümmer übrig.

Vom Skilift sind nur noch Trümmer übrig.

Leser-Reporter
Der Einsatzort der Soldaten befand sich in Zermatt.

Der Einsatzort der Soldaten befand sich in Zermatt.

Screenshot/Google Maps

30 Schweizer Soldaten erhielten letzte Woche den Auftrag, die Überreste eines Skilifts in Zermatt wegzuräumen, der im Januar von einer Lawine zerstört worden war. Dabei seien sie ungenügend ausgerüstet und informiert gewesen, sagt einer der Soldaten. «Ich bin besorgt. Ich und meine Kameraden kommen mit Asbest in Kontakt und wir haben nur Handschuhe! Keinen Atemschutz. Auch Instruktionen und Informationen hatten wir vor Beginn der Arbeit keine.»

Sie hätten die Trümmer zusammengenommen, die dann von einem Helikopter abtransportiert worden seien. Unter diesen Trümmern seien auch Platten mit Asbest gewesen. «Einige von uns meinen, dass es kein Problem gebe. Andere sehen sehr wohl ein Risiko, weil die Fasern sich lösen können und man diese einatmen kann.» Erst nach einem Tag sei eine komplette Ausrüstung zur Verfügung gestellt worden.

Armee widerspricht

Die Armee erklärte ihrerseits, dass «die Truppe nach der Einschätzung eines Spezialisten am Montag, 30. Juni, nur auf Gebieten tätig war, wo kein Asbest vorkommt. Der Grossteil der Arbeit hat am darauffolgenden Dienstag mit der entsprechenden Ausrüstung begonnen.» (20 Minuten)

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