Zwei Monate vor der WM: Soldaten sind in Rios Slums nicht willkommen
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Zwei Monate vor der WMSoldaten sind in Rios Slums nicht willkommen

Brasilianische Eliteeinheiten haben am Samstag eine Armensiedlung in Rio de Janeiro besetzt. Seither werden sie immer wieder von Bewaffneten attackiert.

Nach der Besetzung des Elendsviertels Complexo da Maré in Rio de Janeiro durch die brasilianische Armee schlagen Bewaffnete zurück: Mindestens fünf Mal seien die seit Samstag dort stationierten Soldaten bereits von Männern mit Pistolen angegriffen worden, meldete das Militär am Dienstag.

Keiner der Soldaten sei verletzt worden, wohl aber ein Motorradfahrer, der eine Wunde am Arm davongetragen habe.

Ziel: Sicherheit für WM-Besucher

Die Besetzung der Favelas durch Tausende Sicherheitskräfte ist Teil des sogenannten Befriedungsprogramms der Regierung vor der Fussballweltmeisterschaft in zwei Monaten. Damit soll die Sicherheitslage verbessert werden. In vielen der etwa 1200 Slums von Rio hatten bislang bewaffnete Banden die Oberhand.

Die Soldaten sollen bis Ende Juli in Maré bleiben, zwei Wochen nach dem WM-Finale in Rio. Die Siedlung mit 130'000 Einwohnern besteht aus 15 Favelas im Norden von Rio und ist rund zehn Quadratkilometer gross. (sda)

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