25.03.2020 17:32

8000 Pakete täglichSoldaten verschicken tonnenweise Dreckwäsche

15'000 Armeeangehörige sind im Einsatz. Viel Arbeit für die Feldpöstler: Waren es früher 1000 Pakete täglich, sind es jetzt 8000 – darunter viel dreckige Wäsche.

von
gwa
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15'000 Armeeangehörige sind derzeit im Einsatz und helfen dabei auch mit im Kampf gegen das neuartige Coronavirus (Sars-CoV-2).

15'000 Armeeangehörige sind derzeit im Einsatz und helfen dabei auch mit im Kampf gegen das neuartige Coronavirus (Sars-CoV-2).

Keystone/Gian Ehrenzeller
Soldaten eines Hygienezugs des Spitalbataillons der Schweizer Armee reinigen und desinfizieren das alte Bettenhaus des Spitals Frauenfeld (Bild).

Soldaten eines Hygienezugs des Spitalbataillons der Schweizer Armee reinigen und desinfizieren das alte Bettenhaus des Spitals Frauenfeld (Bild).

Keystone/Gian Ehrenzeller
Die Soldaten und Offiziere dürfen – anders als üblich – nicht nach Hause. Dies ist sicher während der kommenden drei Wochen so, bestätigt Armeesprecher Daniel Reist.

Die Soldaten und Offiziere dürfen – anders als üblich – nicht nach Hause. Dies ist sicher während der kommenden drei Wochen so, bestätigt Armeesprecher Daniel Reist.

Keystone/Gian Ehrenzeller

«Wir spüren eine massive Zunahme der Sendungen – ganz besonders der Wäschesäcke», sagt Oberst Fritz Affolter, Chef der Feldpost der Schweizer Armee. Rund 15'000 Armeeangehörige seien derzeit im Einsatz und leisten Unterstützung im Kampf gegen das Coronavirus. Die Soldaten und Offiziere dürfen – anders als üblich – nicht nach Hause. Dies ist sicher während der kommenden drei Wochen so, bestätigt Armeesprecher Daniel Reist.

Deshalb verschicken die Dienstleistenden nun kiloweise dreckige Wäsche. «Wir haben in normalen Zeiten in der ganzen Schweiz 1000 Pakete verarbeitet, jetzt sind es über 8000 Pakete täglich», sagt Affolter. Immer mehr Wäschesäcke seien dort dabei, schreibt die Schweizerische Post.

Wichtige mentale Unterstützung

Die Feldpöstler stossen deswegen an ihre Grenzen. Denn: Um die Post der 15'000 Armeeangehörigen kümmern sich lediglich 80 Feldpöstler auf 28 Waffenplatzpoststellen. «Wir arbeiten unter Hochdruck, kommen immer wieder an unsere Kapazitätsgrenzen und müssen uns unkonventionelle Lösungen einfallen lassen», so der oberste Feldpöstler.

«Es ist ein Ernstfall und da wird die Verbindung zu den Liebsten immer wichtiger», sagt Affolter. So überbringe die Feldpost Emotionen und Freuden aus dem zivilen Leben. Mit einem Brief oder einem Fresspäckli zeigen Freunde und Familie ihren Angehörigen, dass sie an sie denken. Der Feldpöstler freut sich über die vielen Päckli – besonders in Zeiten von Social Media sei Feldpost eine wichtige physische Verbindung zwischen den Armeeangehörigen und deren Liebsten. Das eine wichtige mentale Unterstützung. «Die Feldpost stärkt mit ihrer Arbeit die Moral der Truppe.»

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