Aktualisiert 16.06.2011 19:26

Schwerer Sturz an der TdSSoler liegt im künstlichen Koma

Juan Mauricio Soler ist anfangs der 6. Etappe der Tour de Suisse schwer gestürzt. Der Zustand des 28-jährigen Kolumbianers ist laut den Ärzten ernst.

von
heg / fox

Die beiden Ärzte der Tour de Suisse, Roland Kretsch und Thorsten Hammer, erklären die Verletzungen von Juan Mauricio Soler. (Video: 20 Minuten Online)

11 km nach dem Start der 6. Etappe der Tour de Suisse (Tobel-Tägerschen - Triesenberg/Malbun) ist es zu einem schweren Sturz gekommen. Dessen Opfer war Juan Maurico Soler (Kol), der Gesamtzweite und Sieger der 2. Etappe in Crans-Montana. «Soler lag reglos da und hatte eine Schädel-Hirn-Verletzung, weil er aus dem Ohr blutete. Er wurde sofort von mir und meinem Kollegen Thorsten Hammer primär versorgt und stabil gemacht für den Weitertransport. Er liegt im Kantonsspital St. Gallen und ist soweit stabil», sagte Tourarzt Roland Kretsch nach der Zielankunft in Malbun. Wie der Sturz passierte, konnte Kretsch nicht sagen.

Gemäss den Ärzten verlief die Versorgung vor Ort reibungslos. Auch die Zusammenarbeit mit der aufgebotenen Rega und der Ambulanz klappte ohne Probleme. Der Zustand des schwer gestürzten Soler ist jedoch ernst. «Der Patient ist immer noch intubiert und wird künstlich beatmet. Er hat auch eine Lungenverletzung. Der primäre Fokus bei der Überwachung liegt nun beim schweren Schädel-Hirn-Trauma. Wir können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen, in welche Richtung das geht», sagte der zweite Tourarzt, Thorsten Hammer.

Dass beim Zwischenfall auch Zuschauer verletzt wurden, konnten die Ärzte nicht bestätigen. Man habe lediglich einen jungen Mann in einem Krankenwagen gesehen. Ob dies wegen dem Unfall war, wissen sie aber nicht.

Rennen wurde zwischenzeitlich neutralisiert

Die Etappe wurde von der Jury für mehrere Minuten neutralisiert, damit der Schwerverletzte versorgt werden konnte und weil man zu wenig Ärzte im Renntross hatte. Danach wurde das Rennen bei Kilometer 46 in Gibswil im Zürcher Oberland wieder freigegeben. Wie ein Leserreporter aus Wald/ZH - rund 5 Kilometer nach dem Neustart - meldet, kam das Feld «nach Fahrplan» im Oberländer Dorf vorbei. Man habe dort nichts vom Zwischenfall bemerkt.

(heg / fox/si)

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