Grow up - Soll ich mein ÖV-Abo trotz Homeoffice behalten?
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Grow upSoll ich mein ÖV-Abo trotz Homeoffice behalten?

Aufgrund der anhaltenden Homeoffice-Pflicht bleiben viele Abos ungenutzt – ganz zum Ärger der Kundschaft. Spar-Potenzial bieten beispielsweise die Check-In-Funktion oder das Hinterlegen des Abos. 

Die Nachfrage im öffentlichen Verkehr hat sich seit Beginn der Krise wieder stabilisiert, das Rekordtief wurde erreicht, als der Bundesrat im Zuge des ersten Lockdowns von In- und Auslandsreisen dringend abriet.

In der Folge haben Millionen von Menschen ihre ÖV-Abos nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nutzen können, die Nachfrage ging während dieser Zeit um rund 80 Prozent zurück. Zwar könnte die Homeoffice-Pflicht schon bald wieder fallen, wie Gesundheitsminister Alain Berset am Freitag sagte.

Viele Branchen werden das Arbeiten von Zuhause aber weiterhin beibehalten. Darum herrscht noch immer grosse Unsicherheit, wie lange uns die immer wiederkehrenden Restriktionen noch begleiten werden. So stellt sich in Zeiten von Homeoffice für viele weiterhin die Frage: Was mache ich mit meinem ÖV-Abo? 

  • Du kannst dein gelöstes Abo kündigen. Vom Kaufpreis deines Abos werden dann pro benutztem Monat neun Prozent sowie eine Bearbeitungsgebühr abgezogen, und du erhältst den Rest zurück.

  • Aber Vorsicht: Dein Abo kündigen kannst du erst nach einer Laufzeit von sechs Monaten und mit der Einhaltung der Kündigungsfrist von einem Monat.

  • Beachte: Gelöste Abos und Billette können nur vor Gültigkeitsbeginn ohne Gebühr zurückerstattet werden. Für Spartickets gelten besondere Rückerstattungsbedingungen.

  • Check-In-Apps, bei denen du jeweils bei Antritt und Beendigung deiner Fahrt den Button betätigst, bieten einige Vorteile. Diese Variante kann um einiges günstiger kommen als ein Abo, da dir die App nach abgeschlossener Reise jeweils die günstigste Variante verrechnet, beispielsweise eine Tageskarte anstatt mehrerer Einzeltickets. Vor allem, wenn bei einer weiteren Welle erneut Verschärfungen drohen, gehst du mit dieser Lösung keine risikobedingten Investitionen ein.  

  • Aber Achtung: Die Check-In-Funktion hat auch ihre Nachteile. So musst du dein Einverständnis geben, dass deine Reisen nachverfolgt und unter Umständen heikle Daten gesammelt werden. Des Weiteren bist du bei dieser Variante selbst verantwortlich, dass dein Handy immer über genügend Akku verfügt und du während deiner Reise nicht versehentlich den Ortungsdienst ausschaltest.

  • Dein bereits gelöstes GA kannst du auch hinterlegen: Das bedeutet, du lässt es für eine maximale Dauer von 30 Tagen ungenutzt und erhältst im Gegenzug eine entsprechende Gutschrift – allerdings erst auf deiner nächsten GA-Rechnung. Möchtest du also nach Auslauf der Abo-Dauer kein neues GA mehr lösen, lohnt sich eine Hinterlegung nicht wirklich.

  • Gemeindetageskarten musst du bei der jeweiligen Gemeinde retournieren, eine Rückerstattung ist aber nicht immer möglich.

  • Der Vorteil des GA zu Corona-Zeiten: Du kannst in deiner Freizeit die Schweiz so viel bereisen, wie du möchtest; und dies in Zeiten, in denen nicht sicher ist, wie sich die aktuelle Lage entwickelt und daher viele noch immer auf Auslandsreisen verzichten.  

Schon Mitte 20, aber noch immer nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen? No need to panic! «Grow Up» beantwortet dir alles, was du spätestens mit 30 wissen musst. Seien es Fragen zur Karriere, dem Umgang mit Geld oder den Behörden: Hotel Mama war gestern. Sende deine Frage an: grow.up@20minuten.ch

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