Needle Spiking: Nadel-Angriffe auf Street Parade schüren Angst

Aktualisiert

 Needle Spiking«Soll man sich jetzt zu Hause verstecken?»

An der Street Parade gab es mehrere Fälle von Nadelattacken. Die 20-Minuten-Community zeigt sich darüber besorgt.

von
Gabriela Graber
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An der Street Parade wurden mehrere Menschen mit Nadeln gestochen. 

An der Street Parade wurden mehrere Menschen mit Nadeln gestochen. 

AFP
In Clubs und Bars in Frankreich häufen sich seit Anfang April mysteriöse Attacken mit Spritzen und Nadeln.

In Clubs und Bars in Frankreich häufen sich seit Anfang April mysteriöse Attacken mit Spritzen und Nadeln.

Pixabay
Nach den Stichen klagen die Opfer über Übelkeit, Schwindel und Schmerzen. Bislang wurden jedoch keine Fälle von sexuellen Übergriffen gemeldet. 

Nach den Stichen klagen die Opfer über Übelkeit, Schwindel und Schmerzen. Bislang wurden jedoch keine Fälle von sexuellen Übergriffen gemeldet. 

Getty Images

Darum gehts: 

  • An der Street Parade gab es mehrere mysteriöse Attacken mit Spritzen oder Nadeln, sogenanntes «Needle Spiking».

  • Die Angriffe nehmen im Ausland und der Schweiz zu. 

  • Das sagt 20-Minuten-Community zu den Geschehnissen. 

Vergangenes Wochenende wurden an der Street Parade mehrere Partygänger*innen Opfer des sogenannten «Needle Spiking». Bei diesem Phänomen wird Personen unwissentlich mittels Nadeln oder Spritzen eine Substanz verabreicht. Die mysteriösen Angriffe nehmen im Ausland und auch in der Schweiz zu. 20-Minuten-Leser*innen zeigen sich bestürzt und besorgt. 

«Die heile Schweiz gibt es nicht mehr»

«Was soll das nun wieder? Was sind das für hinterhältige Leute, die sowas machen?», meint User Mojito1. Die Menschheit sei «am Verblöden» und «krank», finden User Elsade und Lenny11. 

Leser Fred2 sagt: «Bei einem solchen Event muss man offensichtlich heute mit sowas rechnen … Die heile Schweiz gibt es nicht mehr.» 

«Das ist der Grund, warum ich solche Veranstaltungen meide»

«Es passiert ja nicht nur an der Street Parade, soll man sich jetzt zu Hause verstecken?», fragt sich Res-1. Lieber daheim bleibt User Muuh: «Genau wegen solchen Dingen blieb ich gemütlich zu Hause, kochte für meinen Freund und schaute Youtube. Himmlisch und geborgen.» Auch User Sua_sponte hält sich von Grossevents fern: «Das ist genau der Grund, warum ich solche Veranstaltungen meide…»

Didi191 findet, dass früher der Ausgang sicherer war: «Es ist tragisch, dass sich junge Frauen heute nicht mehr unbeschwert vergnügen, tanzen und an Partys teilnehmen können, wie sie es zu unserer Zeit noch konnten. Die Strafen für alle Vergehen oder Belästigungen sollten massiv verschärft werden – wie auch diesbezügliche Kontrollen.» 

Hast du Angst vor Nadelattacken?

 «Passt bitte auf euch auf.»

«Dieses Phänomen gab es vor mehr als 20 Jahren schon mal», sagt User Durosa. «Ich war damals in der Ausbildung und es wurde gut informiert und geholfen – und das Needle Spiking verschwand nach etwa einem Jahr wieder. Passt bitte auf euch auf.» 

Einige Leser*innen erachten Medien und soziale Medien als Treiber für solche Attacken und wünschten sich, dass weniger darüber berichtet würde: «Finde es immer wieder toll, wie das auf allen Kanälen verbreitet wird und so erst recht viele Nachahmer motiviert,» so etwa User Gendertrudi. 

Fluffy1986 dagegen findet Aufklärung massgebend, um die Bevölkerung zu schützen: «Es lebe Social Media. Es ist richtig und wichtig, die breite Masse zu informieren und zu warnen.»

Die obenstehenden Aussagen sind Meinungen von Leser*innen und entsprechen nicht zwingend der Richtigkeit oder dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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