Aktualisiert 04.05.2006 21:43

Solothurn: Die Akzeptanz der 0,5-Promillegrenze nimmt ab

Im zweiten Jahr nach der Einführung der 0,5-Promillegrenze steigen die Unfallzahlen wegen Alkohol im Kanton Solothurn bereits wieder an. Die Berner sind dagegen vorbildlich.

«Die Akzeptanz der neuen Promillegrenze nimmt offenbar schon ab», sagt Herbert Ris, Chef Verkehrstechnik bei der Solothurner Kapo. Seit Anfang Jahr gibt es im Kanton Solothurn wieder deutlich mehr Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war.

Alleine in diesem März verunfallten 13 alkoholisierte Autolenker, im gleichen Monat des Vorjahres wurden gerade mal sechs Crashs durch Alkoholkonsum verursacht. «Mich erstaunt diese Zunahme nicht – das war zu erwarten», sagt Ris.

Umso mehr überrascht es da, dass sich die Situation im Kanton Bern ganz anders präsentiert. Dort befindet sich die Zahl der alkoholverursachten Unfälle noch immer im Sinkflug: «Wir verzeichneten einen erfreulichen Rückgang von rund 15 Prozent in den ersten Monaten dieses Jahres», sagt Hanspeter von Niederhäusern von der Berner Kantonspolizei.

«Wie es scheint, sind die Berner weniger vergesslich als die Solothurner.» Ob diese Vorbildlichkeit auch noch in einem Jahr bestehe, sei natürlich fraglich. «Vorerst hoffen wir jetzt einfach, dass dieser positive Trend im Kanton Bern weiter anhält», so Von Niederhäusern.

Raffaela Moresi

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