Breitenbach SO: Solothurn kämpft gegen Bordell an Schulweg
Aktualisiert

Breitenbach SOSolothurn kämpft gegen Bordell an Schulweg

Grosse Aufregung in Solothurn: Ein Fahrlehrer will vor der Nase eines Breitenbacher Schulhauses ein Puff einrichten. Nun hagelt es Einsprachen.

von
Bigna Silberschmidt
Das Luftbild zeigt, wie nahe sich Schule und Bordell wären.

Das Luftbild zeigt, wie nahe sich Schule und Bordell wären.

In Subigen steht der Mega-Sexclub Freubad, in Olten floriert der Strassenstrich und in Grenchen gab es schon Gang-Bang-Wettbewerbe – der Kanton Solothurn ist dem horizontalen Gewerbe gegenüber grundsätzlich kulant. Doch eines geht auch ihm jetzt zu weit: Der Fahrlehrer Peter Fricker (62) will sein Theorie-Center in Breitenbach schliessen und für eine halbe Million Franken zu einem Bordell für Prostituierte aus Osteuropa umbauen. Das Gebäude befindet sich vis-à-vis des Oberstufenzentrums Grien und der geschützten Behindertenwerkstatt Vebo.

Täglich ab 20 Uhr soll im geplanten Nachtclub Tropicana die Post abgehen. Eine zwei Meter hohe Mauer ohne Werbung soll das Etablissement gegen aussen abschirmen. «So hört, sieht und riecht man nichts», sagt Fricker. Für die Schule kein Argument: «Schon aus dem ersten Stock werden unsere Schüler hinter die Mauern schauen können», sagt Schulleiter Markus Mayer. Zudem befürchtet die Schule, die 14- bis 16-jährigen Teens könnten «auf Schnapsideen» kommen. Und auch Grundeigentümervertreter Guido Keune vom Kanton findet: «Eine Schule ist schlicht kein geeignetes Umfeld für ein Bordell.» Das Oberstufenzentrum, die Vebo, die Gemeinde und der Kanton haben nun Einsprache erhoben.

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