Grossprojekt: Solothurn verwandelt sich in «Klein-Venedig»
Aktualisiert

GrossprojektSolothurn verwandelt sich in «Klein-Venedig»

Am Rande Solothurns entsteht eine Lagunen-Stadt inmitten eines künstlichen Sees. Die Luxuswohnungen und -häuser sollen 2016 bezugsbereit sein.

von
Nico Menzato

Zwischen 1935 und 1976 entsorgte Solothurn den gesamten Haus- und Gewerbemüll auf einem Areal südwestlich der Stadt. Dieser kontaminierte Boden soll nun mit Kantons- und Bundesgeldern entsorgt werden – und einem künstlichen See weichen, der mit Wasser von der Aare gespiesen wird. In dessen Mitte entsteht eine Lagunenstadt.

Entworfen haben das 400- bis 500-Millionen-Projekt die Stararchitekten Herzog & de Meuron.

Zum Start der Planungsphase wurde gestern die Wasserstadt Solothurn AG gegründet. «Die 80 Wohnungen und 212 Einfamilienhäuser auf einer Fläche von 375 000 Quadratmetern werden 2016 bezugsbereit sein», sagt Projekt-Sprecherin Stéphanie Logassi Kury. Eine 3?-Zimmer-Wohnung werde etwa 600 000, ein Einfami­lienhaus rund 1,2 Mio. Franken kosten. Schon über 100 Personen wollen sich einen Platz am Wasser sichern.

Die geplanten Häuser auf Pfählen erinnern an Venedig, das Vorbild sei jedoch die südfranzösische Tourismussiedlung Port Grimaud, wie Logassi Kury sagt. Doch auch Solothurn ist bereits Vorbild: Biel liebäugelt mit einem ähnlichen Projekt.

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