Aktualisiert 10.04.2014 14:01

In RekordzeitSolothurner Gymeler schwimmt nach Afrika

Als erster Schweizer hat Romano Mombelli (21) in weniger als vier Stunden die Strasse von Gibraltar durchschwommen. Nun wagt sich der Gymnasiast an die «Ocean's Seven».

von
Christoph Albrecht
Romano Mombelli (21) hat die Strasse von Gibraltar zwischen Spanien und Marokko in weniger als vier Stunden überquert.

Romano Mombelli (21) hat die Strasse von Gibraltar zwischen Spanien und Marokko in weniger als vier Stunden überquert.

Historischer Moment für den Solothurner Romano Mombelli: In gerade mal drei Stunden und 57 Minuten hat der Gymnasiast die Strasse von Gibraltar zwischen Spanien und Marokko überquert – schwimmend. Erst zwei Schweizer haben die schwierige Überquerung vor Mombelli geschafft – der bisherige Rekord lag allerdings bei knapp über vier Stunden.

Damit hat sich der 21-Jährige einen Eintrag in die Geschichtsbücher gesichert: «Ich kann es noch gar nicht richtig realisieren», sagt der Langstreckenschwimmer kurz nach seinem Triumph vom vergangenen Samstag. Kein Wunder: Wegen den schweren Bedingungen und der starken Strömung sah es lange nicht nach einem Rekord-Schwumm aus. «Ich wurde derart stark abgetrieben, dass ich insgesamt rund fünf Kilometer zusätzlich schwimmen musste», so Mombelli.

«Wie in einer Waschmaschine»

Zudem hätten ihm die hohen Wellen arg zu schaffen gemacht: «Ich fühlte mich wie in einer Waschmaschine», so Mombelli weiter. Dass er die schlussendlich 21 Kilometer dennoch unter vier Stunden schaffte, freut ihn deshalb umso mehr.

Trotz der Kräfte raubenden Überquerung denkt der 21-Jährige bereitsan sein nächstes Schwimm-Projekt: «Ich will die Ocean's Seven schaffen», so der ehrgeizige Sportler. Bei der berühmt-berüchtigten Challenge müssen weltweit insgesamt sieben Meerengen schwimmend überquert werden – nebst der Strasse von Gibraltar etwa der Ärmelkanal zwischen Frankreich und Grossbritannien, die Cook-Strasse zwischen den beiden Hauptinseln von Neuseeland oder der Tsugaru Channel zwischen den japanischen Inseln.

Unter Langstreckenschwimmern gilt die «Ocean's Seven» denn auch als eine der grössten Herausforderungen überhaupt: «Erst vier Personen auf der ganzen Welt haben bisher alle sieben Wasserstrecken bezwungen», so der Solothurner. Bereits am Freitag reist der angefressene Schwimmer in ein Trainingslager nach Südfrankreich.

Militär statt Meer

Bevor weiter Schwimmgeschichte geschrieben werden kann, gilt es für den Gymeler jedoch erst einmal, hinter die Bücher zu gehen: «Im Sommer habe ich Maturaprüfungen», so Mombelli. Und auch danach wird der Sportler seine Trainingseinheiten vorerst etwas reduzieren müssen – statt Schwimmlängen stehen dann nämlich Fussmärsche auf dem Programm: «Ende Juni muss ich ins Militär.»

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