«Nur positive Rückmeldungen» - Solothurner Jodlerklub wird nach Maskenbild mit Lob überschüttet
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«Nur positive Rückmeldungen»Solothurner Jodlerklub wird nach Maskenbild mit Lob überschüttet

Auf Twitter veröffentlichte ein Solothurner Jodlerklub ein Foto, auf denen alle Mitglieder Masken tragen. Die Präsidentin des Klubs ist von der grossen Resonanz und den positiven Reaktionen überrascht.

von
Christina Pirskanen
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Am Montag veröffentlichte ein Mitglied des Jodlerklubs Echo aus Niedergösgen (SO) dieses Bild auf Twitter. Der Tweet stösst seither auf grosses Interesse, die Reaktionen darauf sind äusserst positiv. Innert zwei Tagen wurde der Beitrag schon über 700 mal gelikt.

Am Montag veröffentlichte ein Mitglied des Jodlerklubs Echo aus Niedergösgen (SO) dieses Bild auf Twitter. Der Tweet stösst seither auf grosses Interesse, die Reaktionen darauf sind äusserst positiv. Innert zwei Tagen wurde der Beitrag schon über 700 mal gelikt.

Privat
Das Foto des Jodlerklubs sei am Sonntag nach dem Erntedankfest entstanden. «Auch wir trugen Masken, solange wir nicht am Singen waren. Wir fanden das toll, dass wir dank den Massnahmen wieder singen und diese Schweizer Tradition feiern durften», sagt Daniela Amport, Präsidentin des Klubs.

Das Foto des Jodlerklubs sei am Sonntag nach dem Erntedankfest entstanden. «Auch wir trugen Masken, solange wir nicht am Singen waren. Wir fanden das toll, dass wir dank den Massnahmen wieder singen und diese Schweizer Tradition feiern durften», sagt Daniela Amport, Präsidentin des Klubs.

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Im Verein spiele auch der gesellschaftliche Teil eine wichtige Rolle, sagt Amport: «Wir gehen nach den Proben auch oft zusammen in die Beiz. Sei jemand überhaupt nicht mit der Zertifikatspflicht und den Massnahmen einverstanden, würde der Klub zusammen eine Lösung suchen.

Im Verein spiele auch der gesellschaftliche Teil eine wichtige Rolle, sagt Amport: «Wir gehen nach den Proben auch oft zusammen in die Beiz. Sei jemand überhaupt nicht mit der Zertifikatspflicht und den Massnahmen einverstanden, würde der Klub zusammen eine Lösung suchen.

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Darum gehts

  • Ein Mitglied des Jodlerklubs Echo aus Niedergösgen SO veröffentlichte auf Twitter ein Bild der Gruppe.

  • Darauf tragen alle Mitglieder eine Maske mit Schweizerkreuz-Design.

  • Unter dem Tweet häufen sich positive Kommentare. Der Beitrag wurde seit Montag über 700 mal gelikt.

In traditioneller Tracht und mit Schweizerkreuz-Masken auf der Nase posiert der Jodlerklub Echo aus Niedergösgen SO auf einem Bild, das von einem Mitglied des Klubs auf Twitter geteilt wird. Dazu schreibt er: «Wir waren mit dem Jodlerklub gestern nach der Probe in einer Beiz. Und kein Einziger von uns hat ein Problem mit dem Zertifikat.» Der am Montag veröffentlichte Tweet wird innert zwei Tagen über 700 Mal gelikt, die Reaktion der Kommentarschreibenden ist überwiegend positiv.

Unter dem Tweet liest man: «Ihr seid grossartig und Vorbilder!», «Yodeling Heroes» und «Erstaunlich, gemäss solchen Hemden ist die Akzeptanz für die Impfung schlecht.» Der letzte Kommentar spielt wohl auf die Gruppe der «Freiheitstrychler» an, die sich bei Demos von Massnahmen-Gegnern prominent in Szene setzen. Auch Finanzminister Ueli Maurer posierte im Shirt mit deren Logo und erntete dafür harsche Kritik. «Es macht mich wütend, dass unser Brauchtum durch solche Menschen in den Dreck gezogen wird», äussert sich der Tweet-Verfasser dazu in einem Kommentar.

Wie Daniela Amport (39), Präsidentin des Jodlerklubs Echo Niedergösgen, sagt, sei das Bild am vergangenen Sonntag nach dem Erntedankfest in der Kirche entstanden. Dort sei klar geregelt gewesen, dass Besucherinnen und Besucher eine Maske tragen müssen. «Auch wir trugen Masken, solange wir nicht am Singen waren. Wir fanden das toll, dass wir dank den Massnahmen wieder singen und diese Schweizer Tradition feiern durften.»

Respektvoller Umgang

Die Mitglieder des Vereins stehen laut Amport grundsätzlich hinter den Massnahmen, die meisten hätten sich auch impfen lassen. «Selbstverständlich sind wir uns aber nicht immer einig. Es gibt auch ein paar kritische Stimmen, das ist in jedem Verein so», sagt Amport. Es sei aber wichtig, jetzt zusammenzustehen. «Mir war es wichtig zu zeigen, dass unser Hobby auch mit den Massnahmen und der Zertifikatspflicht funktioniert.»

Im Verein spiele auch der gesellschaftliche Teil eine wichtige Rolle, sagt Amport: «Wir gehen nach den Proben auch oft zusammen in die Beiz. Da müssen wir nun schauen, wie wir das mit der Zertifikatspflicht lösen können, sodass alle Mitglieder dabei sein können.» Sei jemand überhaupt nicht mit der Zertifikatspflicht einverstanden, suche der Klub mit der Person gemeinsam eine Lösung. Amport: «Es ist vor allem in der jetzigen Zeit sehr wichtig, respektvoll miteinander umzugehen und andere Meinungen zu akzeptieren.»

«Bedachte und differenzierte Stimmen gefragt»

«So ein Zeichen freut die einen - und ärgert andere», sagt Soziologe Ueli Mäder, ehemaliger Professor an der Universität Basel. «Der Jodlerklub zeigt, dass in dieser Debatte keine homogenen Lager bestehen.» Der Klub weiche Fronten auf und verhärtet sie gleichzeitig. Auf die Frage, wie Massnahmengegnerinnen und -gegner wohl auf diese Aktion reagieren würden, sagt Mäder: «Gegner wollen sich nun wohl noch pointierter äussern, so können sie etwas Dampf ablassen.»

Der Soziologe warnt aber davor, dass vordergründige Symbol-Debatten wohl kaum weiterführend seien. Die Auseinandersetzungen seien bereits angeheizt - was unterhaltsam sein mag. Aber: «Nun sind möglichst bedachte und differenzierte Stimmen gefragt.»

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