An Solothurner Schulen wird auf Französisch geturnt

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Sprachliche DefiziteAllez hopp! Solothurner Schüler müssen im Turnen bald Französisch sprechen

Im schweizweiten Vergleich sind die Französischkenntnisse von Schülerinnen und Schülern im Kanton Solothurn eher schlecht. In Kooperation mit dem Partnerkanton Neuenburg möchte man das nun ändern.

von
Florian Osterwalder
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Spielerisch Französisch unterrichten: Künftig könnte im Kanton Solothurn auf Französisch geturnt werden. (Symbolbild)

Spielerisch Französisch unterrichten: Künftig könnte im Kanton Solothurn auf Französisch geturnt werden. (Symbolbild)

IMAGO/SNA
Die beiden Kantone Neuenburg und Solothurn möchten ein Projekt starten. 

Die beiden Kantone Neuenburg und Solothurn möchten ein Projekt starten. 

20min/Marco Zangger
Im Kanton Neuenburg hat man seit über zehn Jahren Erfahrungen mit immersivem Unterricht.

Im Kanton Neuenburg hat man seit über zehn Jahren Erfahrungen mit immersivem Unterricht.

PantherMedia / Claudia Buchmann

Darum gehts

  • Einige Kantone setzen auf Frühenglisch, andere auf Frühfranzösisch.

  • Da Solothurn an die Romandie grenzt, setzt man dort auf Französisch als erste Fremdsprache.

  • Mit dem Partnerkanton Neuenburg möchte man nun ein Projekt lancieren.

Einige Kantone setzen auf Frühenglisch, andere auf Frühfranzösisch, wie beispielsweise der Kanton Solothurn. Die Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler seien jedoch im Vergleich zur restlichen Schweiz eher dürftig, wie SRF schreibt. Dies möchte man nun auf spielerische Art und Weise ändern. Solothurn hat mit seinem Partnerkanton Neuenburg eine Vereinbarung unterzeichnet: Solothurn fördert Französisch, Neuenburg Deutsch als erste Fremdsprache.

Demnach seien immersive Unterrichtsformen geplant. So möchte man beispielsweise auf Französisch Geografie oder bildnerisches Gestalten unterrichten. In Solothurn hingegen werde künftig auch mal auf Französisch geturnt oder Musik unterrichtet. So sollen die beiden Sprachen in allen Schulstufen mehr Gewicht erhalten, wie SRF weiter schreibt. An dem Partnerprojekt nehmen bisher acht Schulen beider Kantone teil. Es werden digitale Treffen oder gemeinsame Klassenlager organisiert. Die Solothurner Schulen können freiwillig beim Projekt mitmachen.

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«Man ist nie am Ziel»

Remo Ankli, Solothurner Bildungsdirektor, sagt gegenüber SRF: «Wir haben erkannt, dass wir uns verbessern müssen.» Bis jetzt habe der Austausch zu wenig stattgefunden. Im Kanton Neuenburg hat man seit über zehn Jahren Erfahrungen mit immersivem Unterricht. Ein Kurs der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) zum Thema «Immersiver Unterricht» findet grossen Anklang. Bereits 13 Lehrpersonen aus dem Kanton Solothurn haben diesen absolviert.

Remo Ankli dazu: «Die Hürden sollen gesenkt werden, einmal soll man ins andere Sprachgebiet reisen oder immersiven Unterricht haben, eine bunte Palette, wie es für die Schulen passt.» Laut dem Solothurner Bildungsdirektor ist das Ziel erreicht, wenn die Schülerinnen und Schüler besser Französisch sprechen. Aber: «Man ist nie am Ziel, Schulen entwickeln sich immer weiter», so Ankli abschliessend. 

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