15.07.2016 15:36

105 KilometerSolothurner schwimmt durch Jura-Seen und Aare

Der 23-jährige Romano Mombelli hat es geschafft: An vier Tagen ist er durch die drei Jura-Seen und die Aare von Biel nach Solothurn geschwommen.

von
aha/kaf
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Am Montag ging es los: Romano Mombelli durchquerte in zwei Stunden und acht Minuten den Murtensee.

Am Montag ging es los: Romano Mombelli durchquerte in zwei Stunden und acht Minuten den Murtensee.

zvg
Die Etappe war die erste von insgesamt vier. Als Nächstes folgten der Neuenburgersee, dann der Bielersee. Zum Schluss folgte ein Schwumm durch die Aare von Biel nach Solothurn.

Die Etappe war die erste von insgesamt vier. Als Nächstes folgten der Neuenburgersee, dann der Bielersee. Zum Schluss folgte ein Schwumm durch die Aare von Biel nach Solothurn.

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Der Neuenburgersee nahm Mombelli am Mittwoch in Angriff, nachdem er am Dienstag aufgrund des Wetters auf einen Start hatte verzichten müssen.

Der Neuenburgersee nahm Mombelli am Mittwoch in Angriff, nachdem er am Dienstag aufgrund des Wetters auf einen Start hatte verzichten müssen.

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Romano Mombelli wollte als erster Mensch Murten-, Neuenburger- und Bielersee nacheinander durchschwimmen – und liess sich auch von unruhigem Gewässer und schlechtem Wetter nicht davon abhalten. Nach der Drei-Seen-Tour schwamm er noch in der Aare von Biel nach Solothurn. Er legte dabei während vier Tagen insgesamt 105 Kilometer schwimmend zurück.

Die erste Etappe hat der Solothurner am Montag erfolgreich abgeschlossen: Für den Murtensee, mit acht Kilometern die kürzeste Strecke, benötigte er zwei Stunden und acht Minuten. «Die Zeit stand nicht im Vordergrund, es war mehr ein Einschwimmen», sagt Mombelli nach der erfolgreichen Durchquerung zu 20 Minuten. Bevor er aber am nächsten Tag starten konnte, machte ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Er musste den Dienstag an Land verbringen. Für den Solothurner ein kleiner Rückschlag, denn so musste er den Reservetag, welchen er sich wegen des Wetters zugestanden hatte, bereits am Dienstag in Anspruch nehmen. «Es wäre mir lieber gewesen, ich hätte ihn gar nicht gebraucht», so der Schwimmer.

Über 12 Stunden im Neuenburgersee

Am Mittwoch folgte mit dem Neuenburgersee dann die längste Etappe – 50 Kilometer. Eine so grosse Distanz hatte der 23-Jährige noch nie zuvor im offenen Gewässer zurückgelegt. «Zwischen Kilometer 16 und 25 ist es am härtesten. Dann fängt der Körper an zu brennen, weil die Muskeln übersäuern», sagte Mombelli am Montag im Bieler Tagblatt. Auch der starke Wind war ein Hindernis: «Er war zeitweise so stark, dass wir näher ans Ufer mussten», sagte Mombellis PR-Verantwortlicher Timon Lüthi nach der erfolgreichen Durchquerung – zwölf Stunden und neun Minuten hat er dafür gebraucht.

Am Donnerstag schwamm Mombelli in vier Stunden und 43 Minuten durch den Bielersee, am Freitag folgte nun der Final: 33 Kilometer von Biel nach Solothurn, seiner Heimatstadt. «Romano ist fit und bereit für die letzte Etappe», sagte Lüthi am Freitagmorgen zu 20 Minuten. Und tatsächlich war Mombelli schnell unterwegs: Kurz vor 15 Uhr stieg er nach fünf Stunden und zwölf Minuten in Solothurn aus der Aare.

Traum der Ocean's Seven

Das Jura-Seen-Projekt ist indes nicht Mombellis einziges ehrgeiziges Projekt: Sein grosses Ziel sind die Ocean's Seven, ein Freischwimmer-Pendant zu den höchsten Berggipfeln jedes Kontinents. Die Strasse von Gibraltar hat Mombelli bereits 2014 erfolgreich durschschwommen. Die Durchquerung des Ka'iwi-Kanals zwischen den hawaiianischen Inseln Oahu und Molokai musste der ambitionierte Solothurner vergangenen Herbst jedoch aufgrund hoher Wellen und giftiger Quallen vorzeitig abbrechen.

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