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Somalische Regierungstruppen verfolgen Islamisten

In Somalia bereitet sich die Übergangsregierung auf die letzte Konfrontation mit den Islamisten vor. Mehrere tausend somalische und äthiopische Soldaten machten sich auf dem Weg in die südliche Hafenstadt Kismayo, wohin sich die Kämpfer des Rates der Islamischen Gerichte zurückgezogen haben.

In der Region zwischen der kenianischen Grenze und dem Indischen Ozean wurden rund 3000 islamistische Milizionäre vermutet.

Begleitet von 16 äthiopischen Panzern, weiteren Panzerfahrzeugen und Artillerie standen die Truppen rund 120 Kilometer nördlich der Front. «Wir werden aus verschiedenen Richtungen vorrücken, um die Stadt zu umstellen und die Islamisten zu zwingen, zivile Opfer zu minimieren», sagte Regierungssprecher Abdirahman Dinari der Nachrichtenagentur AP. Die Übergangsregierung und ihre äthiopischen Verbündeten hofften, die Islamisten einzukreisen, bevor sie aus Somalia fliehen können. Die Milizionäre hatten sich angesichts der somalisch-äthiopischen Übermacht am Donnerstag aus der Hauptstadt Mogadischu zurückgezogen.

Der Vorsitzende des Rates der Islamischen Gerichte, Sheik Sharif Sheik Ahmed, kündigte eine Fortsetzung des Kampfes an. «Die Islamischen Gerichte sind lebendig und bereit, gegen den Feind Allahs zu kämpfen», sagte Ahmed am Samstag in Kismayo. «Wir haben Mogadischu verlassen, um ein Blutvergiessen in der Hauptstadt zu vermeiden, aber das heisst nicht, dass wir den heiligen Krieg gegen unseren Feind verloren haben.»

Der somalische Präsident Abdullahi Yusuf traf sich unterdessen in einem Aussenbezirk von Mogadischu mit ranghohen somalischen Delegierten, um den reibungslosen Ablauf der Machtübernahme in der Stadt zu organisieren. Er kündigte die Stationierung weiterer Truppen an, um die Lage in der Region zu stabilisieren. Die Übergangsregierung hatte ihren Sitz bisher in Baidoa, rund 250 Kilometer von Mogadischu entfernt. (dapd)

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