Streik: Sommersession könnte dreckig werden
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StreikSommersession könnte dreckig werden

Eklat beim Bundespersonal: Die 400 Putzfrauen im Bundeshaus streiken während der Sommersession am 8. Juni. Sie fordern von Hans-Rudolf Merz, ihrem obersten Personalchef, das laufende Spar- und Reorganisationsprogramm zu stoppen.

Sollte Merz bis zum 8. Juni keinen Marschhalt einlegen, bleiben die Abfallkübel zum Beginn der letzten Sessionswoche abends ungeleert, teilte die Gewerkschaft VPOD am Dienstag mit. Diesen Entscheid fällte das Reinigungspersonal des Bundes an seiner Hauptversammlung vom Samstag.

Anlass für den Streik ist das seit drei Jahren laufende Spar- und Reorganisationsprojekt GERE 05. Dieses setze das Personal so sehr unter Druck, dass es die Arbeit nicht mehr mit der nötigen Sorgfalt machen könne, schreibt der VPOD weiter.

Die Folge seien massenhafte Beschwerden gewesen. Deshalb habe Gustave Marchand, der Direktor des federführenden Bundesamtes für Bauten und Logistik (BBL), beschlossen, die 400 Putzfrauen des Bundes an die Departemente und Ämter zu übergeben.

Putzarbeiten privatisieren?

Die Departemente und Ämter wollten die Angestellten aber nicht einfach übernehmen, schreibt der VPOD. Sie überlegten sich stattdessen die Putzarbeiten im Bundeshaus zu privatisieren.

Aus diesem Grund hatten die Gewerkschaften des Bundeshauspersonals Hans-Rudolf Merz bereits in einem Brief vom 13. März aufgefordert, das Projekt zu sistieren. Merz müsse diesen «unsinnigen Plan» sofort stoppen, fordert der VPOD. Er müsse sich darum kümmern, dass das Reinigungspersonal seine Arbeit wieder ordentlich machen könne und vom BBL anständig behandelt werde. (sda)

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