Aktualisiert 07.11.2019 11:33

Champions LeagueSon trifft schon wieder – und entschuldigt sich

Drei Tage nachdem er André Gomes schwer verletzt hat, schiesst Heung-min Son zwei Tore. Er wirkt danach fast überfordert.

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Erst ein wunderbar chaotisches Tor, dann der doppelte Son. Tottenham hat in Belgrad keine Mühe. (Video: Teleclub)

Im ersten Augenblick scheint er sich fast zu schämen. Heung-min Son trifft für Tottenham gegen Roter Stern Belgrad. Danach formen seine Hände zunächst eine Entschuldigung. Der Südkoreaner wirkt, als fühle er sich schuldig. Und wahrscheinlich tut er das irgendwie auch.

Drei Tage ist es erst her, seit seine Grätsche dazu geführt hat, dass André Gomes vom FC Everton mit einem gebrochenen Knöchel lange Zeit ausfallen wird. Und Son? Darf nicht nur in der Champions League spielen, er trifft auch gleich noch zweimal. Da kann einem Menschen mit einem nicht gänzlich kalten Herzen schon etwas anders werden.

Aber Son ist auch Profi genug, dass seine Leistung auf dem Feld nicht unter seinen Gefühlen leidet. Am Ende des Abends steht er in der offiziellen Statistik bei zwei Toren und einem Assist. Wobei es sehr nett ist von der Uefa, wenn sie den Ball, der ihm von der Brust an die Latte prallt und von dort den Weg zu Giovani Lo Celso findet, tatsächlich als Assist wertet.

Dieses Tor ist sowieso eines der verrückteren der jüngeren Champions-League-Geschichte. Alleingang, Pfosten, Kopfball, Schuss, Sons Brust und die Latte – sie alle spielen ihre Rolle beim Führungstreffer der Londoner.

Mit dem 4:0 in Belgrad hat Tottenham einen grossen Schritt in Richtung Achtelfinals der Königsklasse gemacht. Auch dank Heung-min Son, der sich irgendwie wieder daran gewöhnen wird, dass er weiter Fussball spielt, während André Gomes verletzt fehlt.

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