Sondereffekte begünstigten Konzernergebnis

Aktualisiert

Sondereffekte begünstigten Konzernergebnis

Die COS Computer Systems AG ist im vergangenen Jahr im weitergeführten Geschäft operativ in die Minuszone abgeglitten.

Das schwierige Marktumfeld im Speichermarkt setzte der Gruppe zu. Dank positiven Sondereffekten resultierte ein klar positives Konzernergebnis. Weiterhin erste Priorität des Managements geniesst die strategische Neuausrichtung der Gruppe.

Im fortgeführten Geschäft, welches das Speichergeschäft sowie die Konzern- und Holdingaktivitäten beinhaltet, erzielte COS 2007 einen um 16% tieferen Umsatz von 127,0 Mio. Franken. Der Bruttogewinn betrug 10,1 (VJ 14,4) Mio. Franken. Auf Stufe EBIT rutschte die Gruppe mit -1,5 (3,1) Mio. Franken gar in die Minuszone ab. Dank einem positiven Finanzergebnis in Höhe von 2,1 Mio. Franken sowie Steuergutschriften aus Vorjahren resultierte aus dem fortgeführten Geschäft unter dem Strich ein Gewinn von 1,4 (4,1) Mio. Franken.

Unter Berücksichtigung des Ergebnisses aus dem nicht-fortgeführten Geschäft von 4,9 (-31,2) Mio. Franken betrug der Konzergewinn für das abgelaufene Jahr 6,3 (-27,1) Mio. Franken. Das nicht-fortgeführte Geschäft beinhaltet dabei alle Effekte der im Jahr 2006 veräusserten Gesellschaften oder Aktivitäten.

Die ausgewiesenen Zahlen liegen damit deutlich unter den Erwartungen der Bank Vontobel, welche einen Umsatz von 148,0 Mio. Franken, einen EBIT von 1,5 Mio und einen Reingewinn von 10,5 Mio. Franken schätzte.

Im Vergleich zum Ende der Vorjahresperiode reduzierte sich die Bilanzsumme um 19% auf 56,2 Mio. Franken. Per 31. Dezember verfügte COS über liquide Mittel von 34,2 (22,8) Mio. Franken, die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 70,1% von 47,1%.

Der Speichermarkt sei 2007 von einem grossen Überangebot geprägt gewesen. Dieses schwierige Marktumfeld führte bei COS Memory aufgrund des Wegfalls von Preisvorteilen zu einem stark rückläufig Geschäft mit auf der ganzen Front tieferen Resultaten als im Vorjahr.

Auch im laufenden Jahr werde das anhaltende Überangebot an Produkten weiterhin einen hohen Margendruck verursachen. Die Situation auf dem Speichermarkt dürfte sich so erst gegen Ende des Jahres entspannen, erwartet COS. Für die COS Memory bedeute dies, dass sie ihr Geschäft unter anspruchsvollen Marktbedingungen führen muss. Dieser Entwicklung wurde bereits im Geschäftsjahr 2007 durch zusätzliche Massnahmen zur Kostensenkung Rechnung getragen, so die Mitteilung weiter.

Das Hauptaugenmerk des Verwaltungsrates gilt 2008 aber weiterhin der strategischen Neuausrichtung der Gruppe. Dabei werde unverändert nach einem Akquisitionsobjekt gesucht, das in einem Wachstumsmarkt eine führende Wettbewerbsposition einnehme, profitabel arbeite und über ein stabiles und erfahrenes Management verfüge.

Ab 1. April wird Roger Nötzli die Position des CFO einnehmen. Er ersetzt Markus Zurkirchen, dessen Abgang bereit früher kommuniziert wurde. (awp/scc)

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