Kanton Aargau: Sonderkässeli verhindert rote Zahlen
Aktualisiert

Kanton AargauSonderkässeli verhindert rote Zahlen

Der Aargauer Regierungsrat will im kommenden Jahr trotz Steuerausfällen im Budget keine roten Zahlen schreiben. Um dies zu erreichen, soll das Budget 2010 mit 68 Millionen Franken aus einem «Sonderkässeli» gestützt werden.

Das Budget sei so ausgestaltet, dass es stabilisierend auf die Konjunktur wirke, sagte Roland Brogli, Vorsteher des Departementes Finanzen und Ressourcen (DGR), am Freitag vor den Medien. Alle geplanten Investitionen würden getätigt. Steuern und Gebühren würden nicht erhöht.

Bei Einnahmen und Ausgaben von 4,53 Milliarden Franken sieht das Budget 2010 einen ausgeglichenen Abschluss vor. Der Regierungsrat will aus der vom Parlament beschlossenen Bilanzausgleichsreserve jedoch 68 Millionen Franken entnehmen.

Das Kantonsparlament hatte im Juni der Ausgleichsreserve insgesamt 190 Millionen Franken zugewiesen. Das Geld stammt aus dem Überschuss der Staatsrechnung 2008. Diese schloss letztlich mit einem ausgewiesenen Plus von 16,7 Millionen Franken ab.

Für die Jahre 2011 bis 2013 erwartet der Regierungsrat rote Zahlen. Der Aufgaben- und Finanzplan (AFP) rechnet mit Defiziten zwischen 38 bis 57 Millionen Franken.

Der Regierungsrat will im kommenden Jahr die Löhne des Verwaltungspersonals und der Lehrpersonen um ein Prozent erhöhen. Für besondere Leistungen sollen 0,3 Prozent der Lohnsumme zur Verfügung gestellt werden.

(sda)

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