Sondermüll-Händlerring zerschlagen
Aktualisiert

Sondermüll-Händlerring zerschlagen

Die italienische Polizei hat einen Händlerring zerschlagen, der mit grossen Mengen teilweise hoch gefährlichen Sondermülls gehandelt haben soll.

Neun Verdächtige seien festgenommen worden, teilte die Polizei am Montag mit. Zwei von ihnen befänden sich in Untersuchungshaft, zwei dürften das Land nicht verlassen und fünf stünden unter Hausarrest. Insgesamt seien im Zusammenhang mit den Ermittlungen 37 Menschen der Justiz vorgeführt worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, in der zentralitalienischen Region Viterbe mehrere Standorte betrieben zu haben, an denen in den vergangenen Jahren bis zu 250 000 Tonnen Sondermüll aus ganz Italien vergraben und verbrannt wurden. Dazu sollen die Beschuldigten Zertifikate gefälscht haben.

Bei dem Sondermüll handelt es sich laut Polizei um Rückstände aus Stahlwerken, der Papierindustrie und mehreren Müllverbrennungsanlagen. Das Material war mit den besonders gesundheitsschädlichen Substanzen Blei, Nickel, Zink und Quecksilber belastet.

(sda)

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