Kölliken AG: Sondermülldeponie in Brand
Aktualisiert

Kölliken AGSondermülldeponie in Brand

In einer Manipulationshalle auf der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) im Kanton Aargau hat sich erneut Material selbst enzündet. Die Brandstelle konnte mit Erdmaterial zugeschüttet werden.

Der Rauch in der Manipulationshalle sei in der Nacht auf Donnerstag über eine mehrstufige Abluftreinigungsanlage abgeleitet worden, teilte das SMDK-Konsortium mit. Die gemessenen Abluftkonzentrationen am Kamin seien während der gesamten Zeit unter den im Normalbetrieb üblichen Werten gelegen.

Das Material hatte sich im Bereich der Abbaufront in der Halle selbst entzündet. Dies führte zu einer Verpuffung mit Stichflamme und einer massiven Rauchentwicklung. Rauchmelder alarmierten gemäss SMDK-Konsortium um 3.30 Uhr die Feuerwehr und die interne Interventionsgruppe.

Bereits Anfang März hatten sich in einer Halle Reste von Fässern selbst entzündet. Der Brand ging ebenfalls glimpflich aus. Ob es sich beim neusten Zwischenfall um die gleiche Brandursache handle, wird laut SMDK-Konsortium abgeklärt.

Sanierung für 700 Millionen Franken

Die seit 1985 wegen Umweltgefährdung geschlossene Sondermülldeponie wird bis Ende 2012 total saniert. Insgesamt werden 500 000 Tonnen Giftmüll ausgebaggert. Der Rückbau findet in einer riesigen, luftdichten Halle unter Sicherheitsbedingungen statt.

Die Sanierungskosten belaufen sich insgesamt auf 700 Millionen Franken. Die Aufwendungen bezahlen die ehemaligen Betreiber der Deponie, die Kantone Aargau und Zürich sowie die Stadt Zürich und die Basler Chemie.

(sda)

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