Koreanische Halbinsel: Sonderwirtschafts- Zone Kaesong wieder in Betrieb
Aktualisiert

Koreanische HalbinselSonderwirtschafts- Zone Kaesong wieder in Betrieb

Nordkorea hat die gemeinsam mit Südkorea betriebene Sonderwirtschaftszone Kaesong am Montag wiedereröffnet. Zuvor war der Industriepark fünf Monate lang geschlossen gewesen.

Am Montagmorgen überquerten erste südkoreanische Manager, Autos und Lastwagen die innerkoreanische Grenze.

Kaesong liegt etwa zehn Kilometer hinter der Grenze auf nordkoreanischem Gebiet und ist eine wichtige Devisenquelle für Pjöngjang.

Im April geschlossen

Kaesong wurde im April auf dem Höhepunkt politischer Streitigkeiten zwischen dem kommunistischen Nordkorea und dem von den USA unterstützten Südkorea geschlossen: Nordkorea zog unter Verweis auf ein gemeinsames Militärmanöver Südkoreas und der USA seine 53'000 Arbeiter aus dem 2004 gegründeten Industriegebiet ab.

Nach zahlreichen Verhandlungsrunden hatten Nord- und Südkorea bereits Mitte August ein Grundsatzabkommen zu der Sonderwirtschaftszone geschlossen. Sie verpflichteten sich darin, schnellstmöglich für die Rückkehr zum normalen Betrieb zu sorgen und Kaesong nicht noch einmal zum Opfer politischer Spannungen werden zu lassen.

Ausländische Investoren willkommen

Die südkoreanische Seite konnte bei den Verhandlungen einige Bedingungen durchsetzen. So soll der Industriepark für ausländische Investoren geöffnet werden. Davon erhofft sich Seoul, dass der Norden nicht erneut zu derart drastischen Massnahmen wie einer Schliessung greifen wird.

Bislang sind in Kaesong 123 südkoreanische Firmen vertreten. Rund 820 Manager und Angestellte sollten am Montag aus Südkorea nach Kaesong fahren, und gut die Hälfte dann auch dort über Nacht bleiben. (sda)

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