Sonne lockte die Menschen trotz der Kälte in die Natur
Aktualisiert

Sonne lockte die Menschen trotz der Kälte in die Natur

Wer nach draussen will, muss sich zurzeit warm anziehen. Die Sonne lockte gestern trotzdem viele ins Freie.

Schwäne füttern, Herbstblätter sammeln, Marroni essen: So sah das Sonntagsprogramm hunderter Familien aus, die gestern in Zürich dem See entlangspazierten. «Wir haben viel Stress», sagte Beatrice Ammann vom Marronistand am Utoquai. Vor ihrem Häuschen bildete sich eine lange Schlange. «Wenn es kalt ist und doch die Sonne scheint, läuft das Geschäft am besten.»

Kaum ein Spaziergänger wollte auf eine wärmende Tüte Marroni in der Hand verzichten: Deutlich über hundert Kilo verkauften Ammann und ihre Kollegin gestern. Beatrice Ammann wünscht sich, dass es dieses Jahr endlich wieder eine Seegfrörni gibt: «Wäre doch glatt, wenn unsere Kunden mit den Schlittschuhen von der anderen Seeseite kämen.»

Tagsüber war es gestern in Zürich laut MeteoNews nur 3 Grad kalt. Die Nacht auf Sonntag war mit minus 8 Grad die kälteste dieses Winters. Unangenehm sind die tiefen Temperaturen für die Obdachlosen. Doch sie bekommen nun einen warmen Platz zum Schlafen: «Wir haben den Pfuusbus bereitgestellt», sagte Pfarrer Ernst Sieber gestern.

Marco Lüssi

Deine Meinung