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WetterSonne nach winterlichem Intermezzo

Am Wochenende kündigte sich kurz der Winter an. Nachdem die Schneefallgrenze in der Nacht auf Samstag bis auf 800 Meter gesunken war, hat es am frühen Sonntagmorgen den ersten Frost der Saison gegeben.

Zu erstem Frost geführt hatten bitterkalte Temperaturen in der Nacht auf Sonntag, die zum Teil im Minusbereich lagen. Im Mittelland wurde nach Angaben von MeteoSchweiz eine Lufttemperatur um 0 Grad gemessen; Spitzenreiter im Mittelland war Bern mit minus 0,4 Grad.

In Kloten betrug die Minimaltemperatur plus 0,8 Grad, in Samedan im Engadin sanken die Werte in der Nacht auf minus 11 Grad. Am kältesten war es auf dem Junfraujoch mit minus 15,3 Grad. Während sich Genf mit 0,6 Grad knapp über der Nullgradgrenze hielt, wurden in Visp minus 1,9 Grad und in La Brévine gar minus 7,3 Grad gemessen.

Das winterliche Intermezzo war jedoch nur von kurzer Dauer: Bis am Sonntagnachmittag zog sich der Schnee auf über 1500 Meter zurück, und während des Tages gab es sonniges Wetter bei Temperaturen um 14 Grad.

Ein Hauch von Winter

Am Samstag waren am Alpennordhang und im Wallis 5 bis 15 Zentimeter Schnee gemessen worden. Am meisten schneite es im Osten der Schweiz. Das auf 1800 Metern gelegenen Arosa GR erwachte unter einer weissen Decke von 13 Zentimetern. Weiter westlich lagen die Werte laut MeteoSchweiz tiefer. Beim Grimsel Hospiz wurden 6 Zentimeter gemessen.

Das auf 1350 Metern gelegene Adelboden BE wurde mit 4 Zentimetern leicht weiss gepudert. Schneefälle Anfang Oktober sind auf dieser Höhe keine Seltenheit, wie Urs Sutter von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. Im Jahre 2003 fiel Anfang Oktober gar Schnee bis ins Flachland, was eher ungewöhnlich ist.

Lawinenwarnungen in Tirol

Zu einem Wintereinbruch kam es auch in Österreich, wo bis zu 75 Zentimeter Neuschnee gemessen wurden, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete. In höheren Lagen rund um Salzburg brachen zahlreiche Bäume unter der Last des Schnees zusammen. In Tirol warnten die Behörden vor Lawinen. In Kärnten mussten einige Strassen gesperrt werden.

In den italienischen Alpen fielen nach Medienangaben auf den Bergen gar bis zu 20 Zentimeter Schnee. Auch in der Lombardei rieselten Flocken vom Himmel. In Bayern sank nach Angaben des Wetterdienstes die Schneefallgrenze in einigen Regionen bis auf unter 800 Meter.

Pässe gesperrt

Wegen Schnees für den Verkehr gesperrt blieben am Samstag die Alpenpässe Furka, Grimsel und Susten. Der am Freitag vorübergehend gesperrte Gotthardpass war am Samstag wieder offen. Am Sonntag waren nur noch der Susten- und der Klausenpass gesperrt. Nufenen, Flüela, San Bernardino und Albula waren weiterhin schneebedeckt.

Wer am Samstag auf der Strasse die Ferien verreiste, musste vor allem auf der Nord-Süd-Achse Geduld üben. Auf der Gotthardautobahn staute sich der Verkehr am Samstag ab Erstfeld Richtung Süden zeitweise bis zu einer Länge von 11 Kilometern. (sda)

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