Hochnebel: Sonnenanbeter pilgern ins Berner Oberland
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HochnebelSonnenanbeter pilgern ins Berner Oberland

Traumwochenende für die Oberländer Bergbahnen: Die triste Nebelsuppe im Flachland trieb die Stadtberner in die Höhe.

Herrlicher Blick auf das Nebelmeer vom Niesen.

Herrlicher Blick auf das Nebelmeer vom Niesen.

«Das war ein strenger Vormittag», sagt Kurt von Allmen von der Stockhornbahn. Ab 7.50 Uhr seien sie ununterbrochen gefahren. Der beliebte Morgenbrunch im Bergrestaurant war restlos ausgebucht und die Frühaufsteher unter den Berggängern kamen voll auf ihre Kosten: «Die Aussicht auf das Nebelmeer war schlicht sensationell», so Von Allmen. Auch bei der Niesenbahn herrschte bereits am Morgen Hochbetrieb: «Rund 600 Leute beförderten wir bis am Mittag zur Berg­station an die Sonne», sagt Irène Schmid, die im Kassenhäuschen an der Talstation selber im Nebel hockte.

Eine etwas längere Anfahrt hatten die Tagesausflügler, die sich für einen Kurztrip aufs Jungfraujoch entschieden. Die Temperaturen auf 3471 Meter waren denn auch ein paar Grad tiefer, die Luft dünner, aber das Wetter nicht minder sonnig. «In der Herbstsaison haben wir normalerweise nicht so viele Gäste – wir mussten alle verfügbaren Mitarbeiter aufbieten», sagt Brigitte Soche vom Gletscherrestaurant. Wem die Reise per Bergbahn zu beschwerlich war, liess sich per Flugzeug über die Nebelgrenze pilotieren – wenn es der Nebel denn zuliess: «Am Vormittag war die Decke zu dick», sagt Karin Münger vom Rundflug-Anbieter Alp-Air. Am Nachmittag hätten die Piloten dann starten können.

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