Sonova/Phonak will auch ohne ReSound an die Spitze
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Sonova/Phonak will auch ohne ReSound an die Spitze

Der Sonova-Konzern - die frühere Phonak-Gruppe - will auch ohne die Übernahme des dänischen Konkurrenten GN ReSound Weltmarktleader in der Hörgerätebranche werden.

Dies bekräftigte Sonova-Konzernchef Valentin Chapero in einem Interview der «NZZ am Sonntag». Im Vorfeld der für kommenden Mittwoch erwarteten Urteilseröffnung am Oberlandesgericht Düsseldorf zur geplanten Übernahme bekräftigte er im weiteren, dass ein für den Konzern negativer Entscheid höchstwahrscheinlich nicht weitergezogen würde. Die Unternehmung hatte ein Übernahmeverbot des deutschen Bundeskartellamtes in Düsseldorf angefochten. Der Verzicht auf die Übernahme hätte laut Chapero für seine Unternehmung nur geringe Auswirkungen. «Um Nummer 1 zu werden, brauchen wir ReSound nicht, das erreichen wir wahrscheinlich auch alleine», sagte er und stellte einen Zeitraum von etwa zwei Jahren in Aussicht. Der Absatz zu den bisherigen Marktführern Siemens und Demant sei sehr klein. Chapero bestätigte das mittelfristige Wachstumsziel seiner Unternehmung von jährlich zehn Prozent. Die Prognose basiere auf dem angestammten Geschäft ohne Fusion. Die Phonak-Dachholding ist am vergangenen 1. August in Sonova umgetauft. Der angestammte Name Phonak bleibt als Hörgeräte-Marke erhalten. (dapd)

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