Aktualisiert 21.08.2012 22:36

Lebensrettende Operation«Sonst wäre meine Aorta beim Unfall geplatzt»

Pfarrer Ernst Sieber entkam dem Tod bei seinem Unfall wohl knapper, als bisher angenommen. Eine kurz davor durchgeführte Aorta-Operation sei seine Rettung gewesen, erzählt der Obdachlosenpfarrer nun.

von
jbu

Ernst Sieber hat nach eigenen Angaben erst in den letzten Tagen gemerkt, wie knapp er dem Tod entronnen war.

Der Obdachlosenpfarrer Ernst Sieber überrascht erneut mit einem intimen Geständnis. Nur dank einem schweren Eingriff an der Aorta sei er noch am Leben, sagt er in der Sendung «TalkTäglich» von TeleZüri. Er habe die Operation kurz vor seinem Autounfall im Juni 2012 vornehmen lassen, so der Pfarrer.

Hätte er auf die Operation verzichtet, wäre seine Hauptschlagader bei der Kollision mit einem Kandelaber vermutlich geplatzt. Dies habe ihm ein Arzt nach dem Unfall gesagt, bekräftigt der 85-Jährige. In der Sendung des Regionalsenders zeigt er sich nun aber wieder munter und gesprächig.

Pfarrer Sieber gibt sein «Billet» ab

Sieber in Beichtlaune

Es ist nicht das erste Mal in diesem Monat, dass der Pfarrer der Öffentlichkeit bisher unbekannte Details aus seinem Privatleben offenbart. Erst vor knapp zwei Wochen erzählte er freimütig, er sei sein Leben lang zu schnell gefahren. Drei Mal sei ihm deswegen der Führerschein abgenommen worden.

Woher der Drang zum plötzlichen Seelenstriptease rührt, erklärt Ernst Sieber nicht. Der Unfall scheint dem betagten Pfarrer aber mächtig eingefahren zu sein. Von einem «Fingerzeig Gottes» sprach er anschliessend – und gab freiwillig das «Billett» ab. Heute ist er mit einem Elektromobil mit der Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h unterwegs.

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