Aktualisiert 19.10.2006 08:04

Sony senkt Gewinnprognose kräftig - wegen Akku-Rückrufen

Der japanische Elektronik- und Medienkonzern Sony hat seine Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2006/07 (per 31. März) kräftig nach unten revidiert. Schuld ist die beispiellose Serie von Rückrufen bei Laptop-Akkus.

Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, dürfte sich der Nettogewinn nun auf noch 80 Milliarden Yen (855 Mio. Fr.) belaufen. Im Juli waren noch 130 Milliarden Yen erwartet worden.

Die Prognose für den operativen Ertrag wurde von 130 Milliarden auf 50 Milliarden Yen gesenkt. Hingegen wird weiterhin ein Umsatz von 8,2 Billionen Yen erwartet.

Im August war eine Lawine von Rückrufen von fehlerhaften Laptop- Akkus aus Sony-Produktion ausgelöst worden. Seither haben mehrere Konzerne, darunter führende Anbieter wie Dell, Lenovo und Apple, mehr als acht Millionen Batterien zurückgerufen.

Auch Sony selbst ist betroffen. Grund für die Rückrufe der Akkus sind Fehler in der Produktion. Es besteht Überhitzungs- oder Feuergefahr. Sony trägt die Kosten für die Umtauschaktionen.

(sda)

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