Börsen: Sorge über Anleihen-Rendite dämpft Gewinne
Aktualisiert

BörsenSorge über Anleihen-Rendite dämpft Gewinne

Die US-Börsen haben am Donnerstag ein gemischtes Bild abgeliefert. Der Nasdaq-Index schloss auf dem höchsten Stand seit knapp drei Jahren, der Dow Jones hingegen kam nicht vom Fleck.

Während gute Zahlen vom Arbeitsmarkt Auftrieb gaben, sorgten vornehmlich die zuletzt gestiegenen Renditen im Anleihenmarkt für Verunsicherung. Auch Widerstände im Lager von Präsident Barack Obama gegen die geplante Verlängerung von Steuererleichterungen beunruhigten die Anleger.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stagnierte nahezu unverändert bei 11'370 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index rückte dagegen 0,4 Prozent vor auf 1233 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,3 Prozent zu auf 2616 Punkte und schloss damit auf seinem höchsten Stand seit dem 31. Dezember 2007.

Gegenwind kam vom Anleihenmarkt. Der Ausverkauf der vergangenen Tage liess die Renditen für US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit zuletzt über drei Prozent klettern. Inzwischen hat sich die Lage zwar stabilisiert, doch die Anleger bleiben nervös.

Der Anstieg könnte die US-Notenbank davon Abstand nehmen lassen, die Zinsen weiterhin niedrig zu halten und die Wirtschaft über den Aufkauf von Anleihen anzukurbeln. Auf die Stimmung drückte zudem der Widerstand einiger wichtiger Demokraten gegen die von Präsident Barack Obama geplante Verlängerung der Steuerkürzungen.

Die Wall Street steht hinter dem Vorhaben, weil es Unternehmen zu Gute kommen könnte. Analysten gehen aber davon aus, dass der Markt in den kommenden Tagen zu einer Jahresend-Rally ansetzen wird. (sda)

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