3 mit Drama: «Sorgt euch um eure Friends – endet nicht wie lonely Beni»

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3 mit Drama«Sorgt euch um eure Friends – endet nicht wie lonely Beni»

Bruce trifft im Ausgang zufällig einen alten Schulfreund wieder. Der hat sich nach fünf Jahren Beziehung von seiner Liebsten getrennt – und ist so einsam, wie man nur sein kann.

von
Bruce
Zora Schaad
Meret Steiger
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Bruce trifft einen alten «Freund» – und weiss danach wieder, warum die beiden nie richtig befreundet waren.

Bruce trifft einen alten «Freund» – und weiss danach wieder, warum die beiden nie richtig befreundet waren.

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Darum gehts

  • Bruce trifft in einem versifften Pub ein ehemaliges Schulgspänli, Beni.

  • Beni tut so, als wären die beiden dicke Freunde gewesen.

  • Bruce hat das anders in Erinnerung.

  • Am Ende wird die WG Beni fast nicht mehr los.

Es regnete an diesem Freitagabend und war endlich wieder einmal um die 20 Grad. Die Abkühlung nach zwei Monaten Gluthitze trieb die Leute von den Wiesen und Plätzen in die Bars und Clubs. So auch uns. Es war ein Uhr und wir sassen in einem versifften Pub, in das wir uns vor vier Stunden vor dem Gewitter geflüchtet und das wir seither nur zwei Mal zum Rauchen verlassen hatten. Wir waren zu viert und die Stimmung dank Bier und Hits-and-Shits-Musik sehr ausgelassen.

Plötzlich stand Beni vor mir. «Kennst du mich noch?», fragte er. Ich brauchte zwei Sekunden. Nachdem ich bejaht hatte, umarmte er mich überschwänglich und etwas zu lange. «Das ist Beni», stellte ich ihn meinen Freund*innen vor. «Wir sind zusammen zur Schule», ergänzte Beni. «Wir waren so was wie beste Freunde!» Ich schaute ihn irritiert an. Das konnte man nun wirklich nicht behaupten. Wir hatten nichts gegeneinander, aber wirklich befreundet waren wir – trotz drei Jahren gemeinsamem Klassenbankdrücken – nie gewesen. Also zumindest in meinem Kopf nicht. «Ach, das ist ja toll!», begeisterte sich Ella. «Du musst uns alles über Bruce und seine Peinlichkeiten erzählen!» Beni, der offensichtlich auch schon einiges getrunken hatte, legte los. Mit irgendwelchen lahmen Geschichten, wie wir bekifft in den Informatik-Unterricht gegangen waren und wie ich in Französisch eingepennt war. Ich wusste wieder, wieso Beni und ich nie Freunde wurden.

«Ella warf einen verstohlenen Blick auf Beni …»

«Es ist so schön, dich wieder zu sehen», meinte Beni nach einer Weile. «Du siehst toll aus. Fast so toll wie deine Mitbewohnerin», sagte er und zwinkerte Ella zu, die zu schmelzen schien. «Du hast noch gar nie von ihm erzählt», meinte sie vorwurfsvoll. «Wir wollten eigentlich noch weiter ins El Paso», schlug ich vor, in der Hoffnung, Beni loszuwerden. Aber der meinte sofort: «Ou, das wäre mega toll! Da war ich schon ewig nicht mehr!» «Komm doch mit», freute sich Ella. Das passe bestens, seine Freunde seien eben leider schon gegangen, aber er wolle eigentlich nicht heim.

So stiefelten wir zu fünft ins El Paso und ich war froh um die laute Musik im Club, die das Labern erschwerte. Nach zwei Bier, zwei Wodka Mate, viel zu vielen Zigaretten im Fumoir und vielen Tanz-Moves von Beni war es halb fünf und ich schlug Ella vor, uns auf den Weg zu machen. Die Luft war draussen bei mir. Ella warf einen verstohlenen Blick auf Beni, entschied sich aber offenbar auch fürs Alleineschlafen. Verabschieden wurde aber trotzdem nichts. «Ich komme auch gleich», meinte Beni. Und begleiten würde er uns auch noch ein Stück. «Wo wohnst du denn eigentlich?», fragte ich etwas genervt. «Bei meiner Mutter im Moment», er müsse auf den ersten Bus warten.

«Je länger das Gespräch dauerte, desto mehr bemitleidete ich Beni»

Long story short: 15 Minuten später sass er bei uns am Küchentisch und erzählte von seiner Trennung nach fünf Jahren Beziehung, dass er aus der gemeinsamen Wohnung, die seine Ex und er sich direkt nach dem Gymi genommen hatten, habe ausziehen müssen und jetzt seit zwei Monaten wieder zu Hause wohne. Ella, die sich noch vor einer Stunde sehr für sein Leben interessiert hatte, war am Tisch eingeschlafen. Je länger das Gespräch dauerte, desto mehr bemitleidete ich Beni. Und mich auch. Als Beni um halb sieben endlich ging, war ich sicher: Seine Freunde sind nicht nach Hause gegangen. Er war alleine in dem Pub. Der arme Kerl war ganz alleine.

Und deshalb, die Moral von der Geschichte: Schaut auf eure Freund*innen, auch wenn ihr in einer Beziehung seid! Oder ihr endet einmal wie Beni. Und das ist kein schöner Anblick. Kopf hoch, Beni! Du findest schon wieder Leute. Aber bitte nicht mich!

Ohlala! Hast du Lust auf mehr Abenteuer von Ella, Bruce und Lars? 

Vernachlässigst du deine Freunde, wenn du in einer Beziehung bist?

3 mit Drama

Ella, Lars und Bruce heissen in Wirklichkeit gar nicht so und auch einige Angaben sind geändert. Was aber stimmt: ihr Shit mit dem Herzen. Die drei Besties teilen Küche, Klatsch und Kummer. Mit sich – und mit euch. Eigentlich auf der Suche nach dem Perfect Other stolpern sie allzu oft über stalkende Exen, prickelnde Tensions – vor allem aber über sich selbst. Läuft bei uns! 20 Minuten erzählen sie exklusiv von ihrem Love Struggle. 

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Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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