Super-League-Konferenz – Eiskalte Basler vermiesen Luzern-Trainer Chieffo das Debüt

Super-League-KonferenzEiskalte Basler vermiesen Luzern-Trainer Chieffo das Debüt

Der FC Basel feiert in Luzern einen verdienten Auswärtssieg. Die Basler waren vor dem Tor viel effizienter als der FCL. Im Parallelspiel gewann Genf gegen Lausanne mit 3:0.

von
Darius Herzog
Sven Forster

Über 5000 Kilometer musste der FCB nach dem Conference-League-Spiel am Donnerstag in Kasachstan zurücklegen. Die Basler wollten aufgrund der Reisestrapazen das Spiel am Sonntag gegen Luzern verschieben, doch die Innerschweizer lehnten ab. Nun erhielten sie für diesen Entscheid, beim Debüt von Interimstrainer Sandro Chieffo, die Quittung.

Bereits nach drei Minuten ging der FCB durch Topstürmer Cabral in Führung. Marius Müller verhinderte im Anschluss das 2:0. Von Müdigkeit war beim FCB nur wenig zu sehen. Allerdings: Vor dem Pausentee hätten sich die Basler nicht über einen Gegentreffer beschweren dürfen. Luzern fand besser ins Spiel, doch David Domgjoni verpasste zwei Mal aus aussichtsreicher Position. Mit einer knappen Führung ging es in die Kabine.

Ehrentreffer in der Nachspielzeit

Der FCL schaffte es nach dem Wiederanpfiff aber nicht, weiter den Druck aufrechtzuerhalten. Im Gegenteil: In der 49. Spielminute verteidigte man nicht konsequent genug und Raoul Petretta erzielte mit einem abgefälschten Schuss das 2:0. Nur neun Minuten später, die Vorentscheidung. Wehrmann mit dem Mega-Bock. Er verlor am eigenen Strafraum den Ball an Palacios. Der Argentinier hatte keine Mühe das Spielgerät an Müller vorbeizuschieben.

Im Anschluss war es eine Partie auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten. Das Spiel hätte durchaus noch mehr Tore verdient gehabt, doch der FCB und auch Luzern liessen viele Chancen ungenutzt. In der Nachspielzeit gelang den Luzernern doch noch das Ehrentor. Dabei blieb es aber und Basel sicherte sich drei Punkte. Durch die Zähler bleibt das Team von Patrick Rahmen weiter am Leader aus Zürich dran.

Stimmen zum Spiel

Pascal Schürpf (FCL): «Es ist brutal bitter und sehr traurig. Wir haben so viel investiert. Wir sind immer wieder vor das Tor gekommen, haben uns viele Chancen erarbeitet. Am Schluss ist es verdient. Wir haben die Gegentore wieder hergeschenkt, sehr unnötig. Und wenn man sie vorne nicht macht, dann bekommt man sie hinten. Wir müssten nur einfach spielen. Sandro Chieffo ist sicherlich ein Typ, der neue Energie in die Mannschaft bringt. Schlussendlich waren wir einfach sehr unglücklich in den Abschlüssen».

Christian Gentner (FCL): «Man kann auch das Positive sehen, dass wir offensiv etwas kreiert haben, dass wir mutig waren und dass wir besonders in der ersten Hälfte den Gegner beschäftigt haben. In unserer Situation sind zwei frühe Gegentore natürlich schwer zu verarbeiten. Die Mannschaft hat sicherlich gezeigt, dass sie lebt. Aber mit solchen Fehlern wird es schwierig, die notwendigen Punkte zu holen. Der Trainer hat in den vergangenen Tagen versucht, an der mentalen Schraube zu drehen. Die vielen negativen Ereignisse in den letzten Wochen müssen wir jetzt schnellstmöglich aus dem Kopf bekommen. Damit wir in den letzten drei Spielen die Punkte holen und den Anschluss nicht verlieren».

Taulant Xhaka (FCB): «Wir sind im Grossen und Ganzen sehr zufrieden. Unser Trainer hat uns gut eingestellt. Das frühe Tor kam uns natürlich entgegen, darauf konnten wir danach aufbauen. Luzern kam zwar gut ins Spiel und baute Druck auf, aber wir können grösstenteils zufrieden sein. Wir hatten eine strenge Woche und jeder von uns war heute mental bereit».

Beim heutigen Westschweizer Derby zwischen Lausanne und Genf traf der siebtplatzierte aus Genf auf den zweitletzten aus der aktuellen Super League Saison. Mit einem roten Ball und regem Schneefall wurde dann das Spiel im Stade de la Tuilière angepfiffen. Nach nur sechs Minuten hatte Valls die Führung für die Genfer bereits in den Füssen. Jedoch scheiterte der Servette-Spieler an Lausanne-Torhüter Diaw. Danach war es eine ausgeglichene Partie in Lausanne ohne einen Torerfolg in die Halbzeitpause.

Kurz vor der Pause erhielt Puertas nach einer unnötigen Grätsche die rote Karte, welche die Partie in Richtung der Gäste steuerte. Kurz nach dem Pausentee ging Servette durch ein Tor von Kyei in Führung. Etwa zehn Minuten später traf Nati-Spieler Imeri per direktem Volley zum 2:0 für die Genfer. Kurz vor Spielende gelang Lausanne dann noch der Anschlusstreffer, welcher aber wegen einer Abseitsposition aberkannt wurde. In der 87. Minute schoss Servette nach einem Ball in die Tiefe durch Antunes noch das 3:0.

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Sonntag, 28.11.2021

SCHLUSS IN LAUSANNE! SERVETTE GEWINNT DAS DERBY!

94' LS-SER: Nun ist auch in Lausanne fertig. Die Genfer gewinnen klar mit 0:3.

SCHLUSSPFIFF IN LUZERN! DER FCB GEWINNT!

93' LUZ-BAS: Das wars in der swissporarena! Der FC Basel vermiest Neo-Coach Chieffo das Debüt als FCL-Interimstrainer und gewinnt klar mit 3:1.

TOR FÜR SERVETTE! ANTUNES!

88' LS-SER: In Lausanne wirds noch deutlich, 0:3! Alexis Antunes kann alleine auf das Lausanne-Tor zulaufen und trifft kaltblütig in die linke untere Ecke.

TOR FÜR DEN FCL! CUMIC!

91' LUZ-BAS: Da ist der Ehrentreffer für den FCL! Den haben sich die Innerschweizer verdient. Aber was bitteschön für ein Tor? Nikola Cumic, der im Sommer verpflichtete Serbe, lupft sich den Ball zurecht und überlupft dann auch noch Goalie Lindner. Sehenswert!

FC Basel lässt eine weitere Chance liegen

88' LUZ-BAS: Und was für eine Gelegenheit. Anfangs ist es beim Konter eine 3-gegen-1-Situation. Die Luzerner kommen aber schnell wieder zurück, während Millar etwas Tempo rausnimmt. Dann der Pass rüber auf Ndoye, der kläglich verzieht. Zum Glück stehts schon 3:0 aus Basler Sicht.

Lausanne auf den Spuren des Anschlusstreffers

82' LS-SER: Servette-Goalie Frick ist fuchsteufelswild. Er ist gar nicht einverstanden mit seinen Vorderleuten. Diese sind zwar einer mehr, lassen aber dennoch weiterhin Chancen zu. Kukurzuzovic zieht von weit weg ab und prüft Frick. Der Abpraller nach vorne hat keine Konsequenzen.

Was geht noch in Luzern?

84' LUZ-BAS: Rund zehn Minuten sind noch zu spielen in der gut bevölkerten swissporarena. Weiterhin stehts deutlich 0:3 aus Sicht des FCL. Viel wird sich daran wohl auch nicht mehr ändern. Die Bemühungen sind zwar immer noch da, aber der FCB macht das derzeit ziemlich abgeklärt, will das 3:0 nach Hause schaukeln. Einen Ehrentreffer hätte das Heimteam aber mehr als verdient.

Winterliches Stimmungsbild aus Lausanne

Vermeintlicher Anschluss in Lausanne

76' LS-SER: Da haben die zahlreichen Zuschauer im Stade de la Tuilière bereits gejubelt. Allerdings auch nur kurz. Denn der Entscheid war ziemlich eindeutig. Brahima Ouattara stand beim Zuspiel seines Kollegen klar im Abseits. Weiterhin 0:2.

Arthur Cabral knapp vorbei!

78' LUZ-BAS: Gleichzeitig müssen die Luzerner darauf achten, dass sie hier nicht das Vierte kriegen. Denn die Basler finden nun vermehrt Räume vor. Cabral wird im Strafraum angespielt. Sein erster Versuch wird gerade noch abgeblockt. Beim zweiten legt er sich die Kugel selbst zurecht und zielt mit links knapp am Pfosten vorbei. Wäre wiedermal ein Traumtor gewesen.

Die Luzerner geben sich nicht auf

75' LUZ-BAS: Es ist nicht so, dass sich die Luzerner angesichts des Spielstands aufgeben würden. Im Gegenteil: Keine Auflösungserscheinungen beim Heimteam. Der FCL spielt weiterhin nach vorne, sucht nach dem allfälligen Ehrentreffer. Tasar zieht ab, das Visier aber zu hoch eingestellt.

TOR FÜR SERVETTE! IMERI!

67' LS-SER: Die Grenats erhöhen auf 0:2! Die Messe dürfte nun auch in der Westschweiz gelesen sein. Die dezimierten Lausanner kriegen das zweite Stück. Erneut geht es dabei über den omnipräsenten Stevanovic. Seine Flanke wehrt Goalie Diaw direkt vor die Füsse von Neo-Natispieler Kastriot Imeri. Dieser wuchtet das Leder kompromisslos ins Netz.

Hundertprozentige für den FCB!

69' LUZ-BAS: Perfektes Zusammenspiel zwischen Cabral und Millar, wobei der Letztere schliesslich alleine vor Marius Müller auftaucht. Der Kanadier aus dem Liverpool-Nachwuchs schlenzt das Ding am rechten Pfosten kläglich vorbei. Das hätte das 0:4 sein müssen.

Derweil in Lausanne...

61' LS-SER: In Lausanne machen den Zuschauern immer wieder Sichtschwierigkeiten zu schaffen. Nicht nur verursacht durch Nebel und Schnee, sondern auch durch Feuerwerkskörper insbesondere aus dem Gästeblock.

Wechsel auf beiden Seiten

63' LUZ-BAS: Mittlerweile sind auf beiden Seiten neue Kräfte im Spiel. Bei Basel spielen Kasami und Ndoye für Quintillà und Zhegrova. Bei Luzern ist Ndenge für Unglücksrabe Wehrmann neu dabei.

Topchance Luzern!

61' LUZ-BAS: Farkas flankt von rechts in den Strafraum. Am hinteren Strafraum steht der gebürtige Basler Pascal Schürpf mutterseelenallein. Er nimmt das Risiko und zieht per Volley ab. Ultraknapp geht das Geschoss am hinteren Pfosten vorbei.

TOR FÜR DEN FCB! PALACIOS!

58' LUZ-BAS: Jetzt kommts knüppeldick, Basel erhöht! FCL-Mittelfeldspieler Wehrmann verliert am eignen Sechszehner (!) den Ball an Matias Palacios. Das argentinische Toptalent hat dann alleine vor Müller keine Mühe, den Ball im Gehäuse unterzubringen. 0:3!

Millar gegen Müller - Schuss geht übers Tor

56' LUZ-BAS: Das hätte fatal ins Auge gehen können. FCL-Verteidiger Farkas unterläuft ein Fehler, der Ball geht durch. Liam Millar, der junge Kanadier, zieht los und schliesst ab. Doch der Schuss geht drüber und so muss Müller nicht eingreifen.

TOR FÜR SERVETTE! KYEI!

49' LS-SER: Jetzt geht aber doch das Team aus Genf in Front. Top-Vorlagengeber Stevanovic darf sich auf der rechten Strafraumseite gleich zweimal nacheinander versuchen. Die zweite, flache Hereingabe erreicht Stürmer Kyei, der nur noch einschieben muss.

Lausanne beinahe mit der Führung

47' LS-SER: Zeki Amdouni kann zu einem Freistoss aus vielversprechender Position antreten. Und der junge Stürmer fasst sich einfach mal ein Herz. Guter Versuch und um Haaresbreite die unverhoffte Führung. Die Lausanner sind bekanntlich ein Mann weniger.

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