Super-G am Lauberhorn: Aleksander Kilde entschuldigt sich bei Schweizer Fans

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Super-G am Lauberhorn«Sorry, dass ich der Party-Crasher bin» – Kilde entschuldigt sich bei den Fans

Aleksander Kilde verhinderte mit einer starken Fahrt einen Schweizer Doppelsieg. Die Fans lieben ihn trotzdem – und er bedankt sich für den Support. 

von
Sven Forster
(aus Wengen)
Adrian Hunziker
(aus Wengen)

Kilde fährt am Freitag in einer eigenen Liga. 

SRF

Darum gehts

  • Aleksander Kilde fuhr beim Super-G zum Sieg. 

  • Bei den Fans entschuldigte sich der Norweger dafür. 

  • Das, weil der 30-Jährige einen Schweizer Doppelsieg verhinderte. 

Mit einer starken Fahrt verhinderte Aleksander Kilde im Super-G am Lauberhorn einen Schweizer Doppelsieg. Nach seinem starken Auftritt und fünften Weltcupsieg in der laufenden Saison zeigte er bei der Zieleinfahrt bereits eine entschuldigende Geste, nachdem ihn Stadionsprecher Rainer-Maria Salzgeber auf diesen Umstand mit «Alex, was soll das?» angesprochen hatte. 

In den Interviews im Zielraum entschuldigte sich Kilde dann bei den 12’800 vornehmlich Schweizer Fans. «Sorry, dass ich heute der Party-Crasher war.» Die Fans huldigten dem sympathischen Norweger für diese Aussage mit viel Applaus. Kilde sagte gegenüber 20 Minuten zudem: «Ich liebe die Schweizer Fans.» Angesprochen, ob der Sieg nicht sowieso das Wichtigste sei, ergänzte der 30-Jährige: «Natürlich ist zu gewinnen immer unglaublich, besonders aber in Wengen.» 

«Hoffe, dass Feuz nochmals liefert» 

Im Starthaus wurde Kilde mitgeteilt, dass gleich vier Schweizer an der Spitze der Rangliste klassiert waren. Der norwegische Ski-Star: «Ich habe mir dann gesagt, dass ich Vollgas geben muss.» Vollgas, das gab Kilde mit Erfolg. Den Fans machte er aber natürlich viel Hoffnung für den Samstag. «Morgen kommt ja noch ein Tag, ich glaube, die Schweizer sind auch da wieder dabei.» Einen Sieg würde er auch Beat Feuz gönnen. «Ich hoffe, dass Feuz bei seiner letzten Fahrt nochmals liefert.»  

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Im Privatduell mit Marco Odermatt konnte Kilde in der Super-G-Bilanz zum 2:2 in Siegen ausgleichen. Angesprochen auf das brisante Duell der beiden Speed-Dominatoren meinte der Schweizer: «Wenn man merkt, es ist nicht perfekt, weiss man, der andere wird gewinnen. Man muss einfach immer Gas geben.» Immerhin, da Kilde und Odermatt eine gute Beziehung führen, fällt es Odermatt leichter, ihm den Triumph zu gönnen. Mit einem Lächeln fügt der Schweizer an: «Im Riesenslalom will ich Henrik (Kristoffersen, Red.) noch weniger gewinnen lassen.» 

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