Dirtea - Eistees von Shirin David im Test
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Hit or Shit?«Sorry, Shirin David, aber dein Eistee schmeckt wirklich nach Badewasser»

An Shirin Davids «DirTea» kommt man momentan kaum vorbei. Auf Instagram werden die drei Eistee-Sorten enorm gehypt. Aber ist das gerechtfertigt? Ich habe es für euch getestet!

von
Deborah Gonzalez
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Ihr habt uns gefragt: Lieben wir? Wir haben geantwortet: Naja, nur so mässig.

Ihr habt uns gefragt: Lieben wir? Wir haben geantwortet: Naja, nur so mässig.

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«Wet Peach» (Pfirsich) und «Candy Shop» (Zuckerwatte) sind bei mir durchgefallen... 

«Wet Peach» (Pfirsich) und «Candy Shop» (Zuckerwatte) sind bei mir durchgefallen...

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…«Busty Blueberry» (Heidelbeere) finde ich aber sehr lecker und erfrischend.

…«Busty Blueberry» (Heidelbeere) finde ich aber sehr lecker und erfrischend.

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Darum gehts

  • Alles, was die deutsche Rapperin Shirin David anfasst, wird zum Verkaufsschlager. So auch ihr Eistee, der unter dem Namen «Dirtea» verkauft wird.

  • Dirtea gibt es in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen: Pfirsich, Heidelbeere und Zuckerwatte. In der Schweiz wird es den Tee ab Oktober geben.

  • Ihr wolltet, dass wir die Tees probieren und euch sagen, was wir davon halten.

  • Nicht alle sind überzeugt vom Eistee. Im Netz sind die Meinungen gespalten.

«Yup, ich red dirty, ab jetzt ist Tea-Time!», rappt Shirin David in ihrem letzten Song «Lieben wir» und kündigt damit ihren neuesten Coup, den Eistee «Dirtea», an. «Schmutzig» sollen sie sein, die drei Sorten: «Wet Peach» (Pfirsich), «Busty Blueberry» (Heidelbeere) und «Candy Shop» (Zuckerwatte).

Bei Shirin David passiert nichts ohne grossen Knall. Alles wird medienwirksam inszeniert. Schon seit Monaten postet sie immer wieder Sneak Peaks, die antönen, wie die Tees daherkommen werden. Die Influencerin nimmt ihre 5,7 Millionen Follower mit auf ihre Reise bis zum finalen Eistee, der auch eine eigene Instagram-Seite hat. Knapp 100’000 Userinnen und User wollen dort stets informiert sein. Die Angst, etwas verpassen zu können, ist gross, denn schon jetzt ist Dirtea ein echter Verkaufsschlager, wenn man Shirin David glauben mag: In einem Video erklärte sie, dass vor Verkaufsstart bereits über 20 Millionen Dosen vorbestellt wurden.

Seit zwei Wochen sind die 500 Milliliter-Büchsen in deutschen Supermärkten für 1,29 Euro plus 25 Cent Depot erhältlich. In der Schweiz soll es den Eistee allerdings erst ab Oktober geben – wie viel dieser bei uns kosten wird, ist noch nicht bekannt. Trotzdem oder gerade deswegen, habt ihr euch gewünscht, dass wir die Getränke probieren und euch unsere Meinung sagen (immerhin sind wir nach dem Bratee-Test Eistee-Expertinnen).

«Schmeckt wie Hustensaft» und «Schmeckt wie Badewasser»

Ich muss gestehen, dass ich keine grosse Eistee-Trinkerin bin. Deshalb wollte ich im Voraus eure Meinung zum Dirtea hören. Schaut man sich die Kommentare auf den verschiedenen Instagram-Posts zu den Eistees an, wird schnell klar: Nicht alle sind so begeistert wie Shirins Anhängerinnen und Anhänger.

«Ehrliche Meinung, Candyshop schmeckt wie Hustensaft und Peach wie jeder andere Eistee auch. Ich war ein bisschen enttäuscht. Bin ich die einzige, die das denkt?» Scheinbar nicht, denn 678 Leute haben diesen Kommentar geliked. «Sorry, aber dein Eistee schmeckt wie Badewasser!» schreibt ein anderer Follower, dem knapp 70 Userinnen und User zustimmen.

Schöne Optik mit einem kecken Selfie auf der Dose

Obwohl der Eistee hierzulande noch nicht erhältlich ist, kann man ihn im Internet schon bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Erster Eindruck: Gross, bunt und sehr auffällig – lieben wir! Es sind schöne Büchsen, denen man die Liebe zum Detail ansieht. So schmücken kleine Lollis die rosa Candyshop-Dose. Auf den Pfirsich- und Heidelbeere-Tees sind die jeweiligen Früchte abgebildet.

Über der Dosenöffnung gibt es eine Alufolie, die für mehr Hygiene sorgen soll. Sie soll verhindern, dass jemand die Trinköffnung berührt oder gar verschmutzt, meint die Rapperin. Ganz getreu ihrem Motto: «Stay safy, drink dirty» – «Bleibe sicher, trinke dreckig». Und: Shirin David wäre nicht Shirin David, wenn sie sich nicht auch selbst auf ihren Tees verewigt hätte. Tatsächlich ist sie auf den Folien abgebildet. Sie streckt ihre Zunge heraus – es ist ein Selfie, das ihr sehr gefällt, wie Shirin auf ihrem Kanal verraten hat.

Doch nicht alles war positiv, denn mein erster Gedanke war: Wer trinkt so viel auf einmal? Die 500 Milliliter-Büchsen sind wirklich gross und leider nicht wiederverschliessbar – ein grosser Minuspunkt für die Wenigtrinkerinnen und Wenigtrinker unter uns.

Einmal gedanklich in den Süssigkeitenladen, bitte

Genug von der Optik. Alufolie ab, Dose auf. Ich war sehr gespannt auf «Candyshop» mit Geschmacksrichtung Zuckerwatte, da es um diesen online den grössten Hype gibt. Die Flüssigkeit ist wider Erwarten nicht knallig pink, sondern eher rosa. Bevor ich probiere, mache ich einen Riechtest: Schliesst man die Augen, sieht man sich selbst, wie man in einen Süssigkeitenladen voller Lollis, Kaugummis und Gummibärchen läuft. Es riecht nach purem Zucker. Alleine der Geruch ist mir zu viel. Schon vor dem ersten Schluck ist mein Gaumen klebrig. Auch das Probieren ändert nichts an meinem Empfinden: Es ist viel zu süss. Als bestünde das Getränk nur aus Zuckerwürfeln. Ich muss dem Instagram-User recht geben: Der Eistee schmeckt wirklich nach Badewasser!

Vielleicht macht «Wet Peach» es ja besser. Die Flüssigkeit ist hellbraun, was bei Pfirsich nicht aussergewöhnlich ist. Und genauso ist auch der Eistee. Er riecht nicht besonders und schmeckt auch nicht besonders. Der Dirtea schmeckt wie jeder andere Pfirsich-Eistee auch.

«Busty Blueberry» kann es also nur besser machen. Schliesslich ist Heidelbeere keine oft vertretene Eistee-Geschmacksrichtung. Doch auch hier erfüllt die Optik des Tees nicht meine Erwartungen. Ich dachte, die Flüssigkeit, die aus der Dose käme, wäre blau, doch sie ähnelt der Farbe des ersten Eistees. Dafür ist das Getränk geschmacklich um Welten besser. Er ist nicht so süss, schmeckt sogar fruchtig. Trotzdem aber auch etwas künstlich. Doch das Gefühl, man ist vollkommen überzuckert, kommt bei diesem Getränk nicht auf. Es ist erfrischend und passt perfekt zu lauen Abenden.

FAZIT

Ganz ehrlich: Ich kann den Hype nicht wirklich verstehen. Die Büchsen sind zwar ein echter Hingucker, aber viel mehr auch nicht. Meines Erachtens ist hier der Zuckerschock schon vorprogrammiert und davon bin ich nun wirklich kein Fan.

Zwei der drei Sorten sind für mich ganz klar durchgefallen. Ich würde weder «Candyshop» noch «Wet Peach» nachkaufen. Aber die Geschmacksrichtung «Busty Blueberry» wird sicher noch das eine oder andere Mal in meinem Kühlschrank vorzufinden sein – aber nicht zu oft, ich will ja nicht, dass meine Blutbahnen nur aus Zucker bestehen. Wenn wir es in Shirin-Manier sagen müssten: Lieben wir – aber nur mässig!

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