Finanzkrise belastet auch Olympia: Sotschi kürzt Budget um 1,4 Milliarden Euro

Aktualisiert

Finanzkrise belastet auch OlympiaSotschi kürzt Budget um 1,4 Milliarden Euro

Die weltweite Finanzkrise belastet auch die Olympischen Spiele 2014. Sotschi muss das Budget um 1,4 Milliarden Euro kürzen. Dem Organisations-Komitee stehen jetzt nur noch 8 anstatt 9,4 Milliarden Euro zur Verfügung.

«Bei den Kosten für die Wettkampfstätten werden nun 15 Prozent eingespart», sagte Dimitri Kosak, Olympia-Beauftragter und stellvertretender Ministerpräsident, nach einer Besprechung mit Ministerpräsident Wladimir Putin in Moskau. Bislang betrug der Etat für die Wettkämpfe in der Stadt am Schwarzen Meer 9,4 Milliarden Euro.

Vor dieser drastischen Sparmassnahme hatte Russland stets beteuert, seine bisherige Finanzplanung einhalten zu wollen. Ausserdem hatte Putin erst Ende Januar eine Staatsgarantie für den ursprünglich veranschlagten Olympia-Haushalt abgegeben. Sotschis Organisationschef Dimitri Tschernytschenko bezeichnete daraufhin Sotschi als eine olympische Oase in der Wirtschaftskrise, da benötigte Gelder vorhanden seien.

Eine Ursache für die Rotstift-Politik der Russen ist wohl auch der massive Wertverlust des Rubels seit dem Sommer 2008 gegenüber Dollar und Euro - alles wegen der Finanzkrise. Erst kürzlich hatte die staatliche Olympiabaufirma Olimpstroj über das 40-prozentige Minus für die Landeswährung geklagt. Das wirke sich vor allem negativ auf den Import von Baumaterialien und Ausrüstung aus.

Weitere Probleme bereitet den Russen offenbar auch der Erwerb des benötigten Baulandes. Medienberichten zufolge sind den Eigentümern die Angebote für ihr Land deutlich zu niedrig.

(si)

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