Maverick Sabre: Soul von der Strasse für die Charts
Aktualisiert

Maverick SabreSoul von der Strasse für die Charts

Wer die warme, rauchige Stimme von Maverick Sabre hört, würde sie wohl eher einem schwarzen Soulmusiker aus Harlem als einem weissen Jungen aus der irischen Provinz zutrauen. Doch genau der steckt hinter dem Pseudonym.

von
Marlies Seifert

Maverick ­Sabre heisst eigentlich Michael Stafford – und ist gerade mal 21 Jahre alt. Aufgrund seines Gesangsstils haben sich manche zur Aussage verstiegen, Sabre sei wie «Amy Winehouse in männlich». Ein Vergleich mit seinem Förderer Plan B scheint da schon eher angebracht. Dieser entdeckte den damals 17-Jährigen im Vorprogramm seiner eigenen Show. Auf der Grünen Insel hatte sich der Jungspund bereits damals einen Namen als Nachwuchskünstler gemacht. Plan B holte Sabre da­raufhin zu sich nach England und unterstützte das Jungtalent nach Kräften.

Auf dem nun erschienen Debüt «Lonely Are The Brave» vermischt Maverick wie sein Mentor alten Soul mit modernem Hip-Hop. Hinzu kommt eine Prise Jazz und Reggae – fertig ist das smoothe Gemisch, das sich sowohl auf den Strassen East Londons, als auch in den internationalen Charts gut macht. Auf Albumlänge zeichnen sich ein paar Füllersongs zu viel ab. Songs wie das sonnige «I Need» oder das schillernde «Let Me Go» verheissen dem weissen Jungen mit der schwarzen Stimme aber trotzdem eine steile Karriere.

Maverick Sabre, «Lonely Are The Brave», Mercury UK/Universal Music.

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