Aktualisiert 14.07.2017 11:47

Musik-StreamingSoundcloud braucht dringend Geld

Der Streamingdienst Soundcloud kündigte unlängst die Entlassung von 173 Angestellten an. Nun werden weitere Details zu den Finanzen des Unternehmens bekannt.

von
lin
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Bei Soundcloud können Nutzer selbst Musik hochladen.

Bei Soundcloud können Nutzer selbst Musik hochladen.

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Das Unternehmen ist in argen finanziellen Nöten.

Das Unternehmen ist in argen finanziellen Nöten.

Keystone/Christian Beutler
Mit Musikstreaming Geld zu verdienen, ist schwierig. Auch Branchenprimus Spotify kämpft weiterhin um seine Profitabilität.

Mit Musikstreaming Geld zu verdienen, ist schwierig. Auch Branchenprimus Spotify kämpft weiterhin um seine Profitabilität.

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Soundcloud gehört zu den Pionieren im Musik-Streaming. Seit fast zehn Jahren ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin aktiv. Nun steht die Plattform offenbar vor grossen finanziellen Problemen. Wie Techcrunch berichtet, würden die flüssigen Mittel nur noch knapp drei Monate ausreichen. Findet Soundcloud keine neuen Investoren, stünde die Firma somit vor dem Aus.

Erst vergangene Woche gab Soundcloud bekannt, dass 173 Mitarbeiter – fast die Hälfte aller Angestellten – entlassen werden. Zudem schliesst das Unternehmen seine Büros in San Francisco und London.

Nutzer laden Musik hoch

Soundcloud gehört zu den Aushängeschildern der europäischen Tech-Branche. Im Gegensatz zu anderen Streamingplattformen wie Spotify können bei Soundcloud Nutzer selbst Audiodateien hochladen. Deshalb ist die Website etwa bei DJs beliebt, die dort eigene Mixes veröffentlichen. Auch viele Podcastmacher nutzen die Plattform.

Das Konzept hat allerdings auch dazu geführt, dass Soundcloud immer wieder in Konflikt mit den Musikkonzernen kam, die Verletzungen des Urheberrechts geltend machten. Das führte dazu, dass viele DJs auf andere Plattformen auswichen und grosse Teile des Musikkatalogs von der Seite verschwanden.

Soundcloud hatte Ende 2014 nach eigenen Angaben 175 Millionen monatliche Nutzer. Neuere Zahlen sind nicht bekannt. Wie Techcrunch berichtet, dürften die Nutzerzahlen inzwischen deutlich tiefer sein.

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