US-Bundesstaat South Carolina führt Erschiessen als Todesstrafe ein
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Vorschlag aus dem ParlamentSouth Carolina führt Erschiessen als Hinrichtungsmethode ein

Weil der Bundesstaat zu wenig Giftspritzen hat, will South Carolina eine neue Methode einführen: die Erschiessung. Drei andere Bundesstaaten töten ihre Häftlinge bereits so.

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South Carolina will seine zum Tode verurteilte Häftlinge künftig erschiessen lassen. Drei weitere Staaten kennen diese Methode bereits: darunter Utah.

South Carolina will seine zum Tode verurteilte Häftlinge künftig erschiessen lassen. Drei weitere Staaten kennen diese Methode bereits: darunter Utah.

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Das Parlament im US-Bundesstaat South Carolina will zum Tode verurteilte Häftlinge künftig erschiessen lassen.

Das Parlament im US-Bundesstaat South Carolina will zum Tode verurteilte Häftlinge künftig erschiessen lassen.

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Der republikanische Gouverneur des Staates, Henry McMaster, hat angekündigt, dem Vorschlag zuzustimmen.

Der republikanische Gouverneur des Staates, Henry McMaster, hat angekündigt, dem Vorschlag zuzustimmen.

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Darum gehts

  • Die Anzahl der Hinrichtungen im US-Bundesstaat South Carolina ist stark zurückgegangen: Letztmals wurde vor zehn Jahren eine Todesstrafe vollstreckt.

  • Den Behörden fehlen zurzeit auch die Substanzen für die Giftspritze.

  • Darum will das Parlament im Bundesstaat nun wieder Häftlinge erschiessen lassen.

Das Abgeordnetenhaus im US-Staat South Carolina hat für die Einführung eines Erschiessungskommandos als Hinrichtungsmethode gestimmt. Der am Mittwoch angenommenen Vorlage zufolge, müssen zum Tod verurteilte Häftlinge künftig entscheiden, ob sie die Erschiessung oder die Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl wählen, wenn keine Giftspritze zur Verfügung steht. Der Schritt soll Hinrichtungen in dem US-Staat wieder in Gang setzen.

Keine Hinrichtungen seit 2011

South Carolina ist einer von nur neun US-Staaten, in denen der elektrische Stuhl noch eingesetzt wird und künftig der vierte mit einem Erschiessungskommando. Seit der letzten Hinrichtung sind inzwischen genau zehn Jahre vergangen. Noch von 2000 bis 2010 wurden in South Carolina im Schnitt jedes Jahr fast zwei Häftlinge exekutiert. Aktuell kann dort niemand hingerichtet werden, weil der Vorrat an Substanzen für die Giftspritze abgelaufen und Nachschub nicht erhältlich ist. Häftlinge können zwischen dem elektrischen Stuhl und der Giftspritze wählen, und da es für diese kein Mittel gibt, wählen sie die Spritze.

Der Senat des Staats hat die Vorlage bereits im März verabschiedet. Der republikanische Gouverneur Henry McMaster hat bereits angekündigt, dass er das Gesetz unterzeichnen werde.

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(DPA/pme)

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