Souvenirjäger und diebische Reisegruppen in Hotels
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Souvenirjäger und diebische Reisegruppen in Hotels

Diebische Hotelgäste nehmen aus ihren Zimmern mit, was ihnen gefällt. Damit Hotels nicht zum Selbstbedienungsladen mutieren, reagieren jetzt die Hoteliers.

«Ich erinnere mich an einen Gast, der unsere komplette Bettwäsche im Koffer hatte», sagt Ernst Leander, Direktor des Hotels Ekkehard in St.Gallen. Das sei aber eher eine Ausnahme. Normalerweise liessen Hotelgäste Kleinigkeiten wie Handtücher oder Kleiderbügel im Koffer verschwinden. «Souvenirjäger haben es besonders auf Gegenstände mit Hotelschriftzügen abgesehen», so Leander. Auf solche verzichtet er deshalb zunehmend.

Urs Majer, Direktor des Hotels Walhalla St.Gallen, nimmt kaum mehr Reisegruppen auf, weil diese am meisten stehlen würden: «Bei Gästen aus dem Nahen Osten fanden wir schon Säcke voll Honig, Butter und Konfitüre im Zimmer», so Majer. Die Gruppe hätte das Frühstücksbuffet richtiggehend geplündert: «Den Frauen fielen gar Gipfeli aus ihren Tüchern», sagt Majer. Auch an der Minibar wird fleissig gestohlen: «Wir haben die Kontrollen verschärft», so Majer.

Christian Lienhard, Direktor des Hotels Hof Weissbad, hängt zur Diebstahlprävention Zettel an die beliebtesten Objekte der Langfinger. «Wir weisen die Gäste darauf hin, dass die Gegenstände im Hotel auch gekauft werden können», so Lienhard.

(kar)

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