Tschechien: Sozialdemokraten gewinnen Regionalwahlen
Aktualisiert

TschechienSozialdemokraten gewinnen Regionalwahlen

In Tschechien ist die Sozialdemokratische Partei (CSSD) bei Regionalwahlen nach ersten Hochrechnungen stärkste politische Kraft geworden.

Bei dem Votum vom Freitag und Samstag kam die CSSD auf etwa 36 Prozent der Wählerstimmen. Das teilte die staatliche Wahlkommission in Prag mit, nachdem am Samstagnachmittag Ergebnisse aus gut der Hälfte aller Wahllokale vorlagen. Im Jahr 2004 hatte die CSSD lediglich 14 Prozent der Stimmen erhalten.

Grosse Verluste musste die Bürgerpartei (ODS) von Ministerpräsident Mirek Topolanek hinnehmen. Nach 36 Prozent bei den letzten Regionalwahlen 2004 fiel die ODS diesmal auf 23 Prozent.

Die Kommunisten (KSCM) erreichten den bisherigen Ergebnissen zufolge 15 Prozent der Wählerstimmen, auf die Christdemokraten (KDU- CSL) entfielen 6 Prozent.

Alle anderen Parteien, darunter auch die an der Regierung beteiligten Grünen blieben im landesweiten Schnitt unter fünf Prozent der Stimmen und konnten nur vereinzelte Mandate für die 13 neu zu besetzenden Regionalparlamente gewinnen. Die Wahlbeteiligung lag den vorläufigen Angaben zufolge bei 39 Prozent.

Bei den gleichzeitigen Wahlen von 27 der 81 Sitze im Prager Senat zeichneten sich durchgehend Stichwahlen für das kommende Wochenende ab, weil keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit erreichen konnte.

(sda)

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