Soziale Spannungen in China nehmen zu
Aktualisiert

Soziale Spannungen in China nehmen zu

Die chinesischen Behörden haben einen starken Anstieg von Delikten gegen die öffentliche Ordnung registriert. 2005 habe es 87.000 derartige Verbrechen gegeben.

Dies teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit mit, und belegte damit die steigende soziale Unruhe im Land. Zu den Delikten zählten Justizbehinderung, unerlaubte Menschenansammlungen, Kämpfe und Ruhestörung, hiess es in einer Erklärung. Die Zahl der Fälle sei gegenüber 2004 um 6,6 Prozent gestiegen.

Wie viele Personen tatsächlich verhaftet oder angeklagt wurden, teilte das Ministerium nicht mit. Der Ärger der Bevölkerung über Enteignungen, korrupte Beamte und Umweltverschmutzung hat vor allem in den ärmeren, ländlichen Gebieten zugenommen, die Zusammenstösse zwischen aufgebrachten Dorfbewohnern und Polizei sind überdies immer häufiger gewaltsam. Die Entwicklung ist für die Regierung in Peking beunruhigend, sie fürchtet einen möglichen Aufstand der 800 Millionen Chinesen auf dem Land, die von dem Wirtschaftsaufschwung der vergangenen 25 Jahre kaum profitiert haben. (dapd)

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