Bezirksgericht Zürich: Sozialhilfebetrüger fliegt wegen Scheidungsurteil auf
Aktualisiert

Bezirksgericht ZürichSozialhilfebetrüger fliegt wegen Scheidungsurteil auf

Er bezog im grossen Stil Sozialhilfe, besass aber mehrere Wohnungen und ein gut gefülltes Bankkonto. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte einen Betrüger zu 30 Monaten teilbedingt.

Wegen gewerbsmässigen Betrugs hat das Bezirksgericht Zürich am Dienstag einen 70-jährigen Mann zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt.

Wegen gewerbsmässigen Betrugs hat das Bezirksgericht Zürich am Dienstag einen 70-jährigen Mann zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt.

Wegen gewerbsmässigen Betrugs hat das Bezirksgericht Zürich am Dienstag einen 70-jährigen Mann zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt. Absitzen muss er neun Monate davon. Er hatte trotz erheblicher Vermögenswerte jahrelang Sozialhilfe bezogen.

Von Ende 2002 bis März 2014 erhielt der Mann insgesamt gut 270'000 Franken von den Sozialen Diensten der Stadt Zürich, dem Amt für Zusatzleistungen und der Stadt Schlieren. Dazu wäre er allerdings aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse nicht berechtigt gewesen. Er muss das Geld zurückzahlen.

Den Fragen des Richters ausgewichen

Unter anderem besass der polnisch-schweizerische Doppelbürger mehrere Eigentumswohnungen und ein Haus in Polen, auf einem Schweizer Bankkonto lagen zeitweise bis zu 120'000 Franken, dazu kamen Wertschriften für rund 53'000 Franken und ein Mercedes-Lieferwagen.

Aufgeflogen war er, nachdem die Behörden Kenntnis von seinem Scheidungsurteil erhalten und dort Hinweise auf die Vermögenswerte gefunden hatten. Vor Gericht war der Beschuldigte geständig, wich aber den Fragen des Richters immer wieder aus und erklärte, er er sei in einen Mechanismus hineingeraten und habe deshalb delinquiert.

Mit seinem Urteil wählte das Gericht einen Mittelweg. Der Staatsanwalt hatte eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 32 Monaten gefordert – 12 Monate davon seien abzusitzen. Die Verteidigung hatte auf 24 Monate bedingt plädiert.

(sda)

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