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Sozialplan für 210 Postangestellte

Die Post und die Gewerkschaften haben sich auf einen Sozialplan für die PostMail-Angestellten geeinigt.

Die Post ist zuversichtlich, dass der angekündigte Abbau von 210 Stellen ohne Entlassungen vollzogen werden kann, wie einer gemeinsamen Mitteilung von Post und Gewerkschaften vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Eckwerte des nun zwischen der Post und den Gewerkschaften Kommunikation und transfair ausgehandelten Sozialvertrags sind unter anderem vorzeitige Pensionierungen, Abgangsentschädigungen, Lohngarantien und temporäre Reduktionen des Beschäftigungsgrades. Mit einem Solidaritätsmodell sollen freiwillige und zeitlich befristete Reduktionen der Beschäftigungsgrade angestrebt werden. Die Lohnreduktion wird zu einem Drittel von der Post und zu zwei Dritteln vom Betroffenen getragen. Zudem können Mitarbeitende im Bahnpostdienst, welche 60 Jahre und älter sind, zu den reglementarischen Leistungen in den Ruhestand treten. Die Post finanziert dabei die Überbrückungsrente bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Alters. Mitarbeitende, die sich bis Ende kommenden Juli entscheiden, die Post spätestens per Ende Oktober zu verlassen, erhalten eine Abgangsentschädigung. Deren Höhe ist abhängig von der Anstellungsdauer und kann bis zu zehn Monatslöhne betragen. Ausserdem sollen Mitarbeitende, die eine tiefer bewertete Stelle übernehmen, sozialverträglich abgestufte Lohngarantien erhalten. Die zuständigen Gremien der beteiligten Parteien müssen dem Sozialplan noch zustimmen. Die Entscheide darüber werden zwischen April und Anfangs Mai erwartet. Die Post ist zuversichtlich, dass mit dem ausgehandelten Sozialplan Entlassungen vermieden werden können.

Die Post hatte im vergangenen Februar die Reorganisation der Zeitungslogistik angekündigt. Hintergrund war ein Beschluss des Parlaments auf Anfang Jahr die jährlichen Subventionen für die Vergünstigung des Zeitungstransports um 20 Millionen Franken zu reduzieren. Die Post hat deshalb mit den Verlegern in Zusammenarbeit mit der Kontaktgruppe Printmedien eine neue Zeitungslogistik erarbeitet. Das neue Konzept, das per kommenden August in Kraft treten soll, wird die ungedeckten Kosten um rund 10 Millionen Franken senken. Mit der Restrukturierung werden rund 130 Stellen abgebaut. Gleichzeitig mit den Änderungen in der Zeitungslogistik wird die ExpressPost die Verarbeitung ihrer Mond-Sendungen neu organisieren. Dieser Restrukturierung fallen rund 80 Stellen in den Briefzentren zum Opfer. (dapd)

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