Aktualisiert 08.12.2008 06:36

GrossbritannienSozialreform nach Tod von «Baby P.»

Der qualvolle Tod eines 17 Monate alten Kindes nach monatelang unbemerkt gebliebenen Misshandlungen soll in Grossbritannien zu einer Reform der Sozialarbeiterausbildung führen.

Der britische Familienminister Ed Balls sagte am Sonntag, er wolle grundlegende Änderungen bei der Anwerbung, Ausbildung und Einsatzleitung von Sozialarbeitern.

Balls äusserte sich zu einer Untersuchung des Todes von «Baby P». Der 17 Monate alte Junge war nach grausamen Misshandlungen gestorben, die ihm seine Betreuer - seine Mutter, deren Freund und ein Mitbewohner - über einen monatelangen Zeitraum zufügen konnten, obwohl regelmässig Besuche von Sozialarbeitern stattfanden. Danach wurden öffentlich Zweifel an der Qualifikation der Jugendamtmitarbeiter geäussert. Nun wird geprüft, die Ausbildung für Sozialarbeiter in schwierigen Wohnvierteln um ein Jahr zu verlängern. (dapd)

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